Der ungarische Ministerpräsident Viktor Orban (FIDESZ) hat mit seinem slowakischen Amtskollegen Peter Pellegrini den Grenzzaun in Röszke besucht. Die beiden Regierungsschefs der Visegrad-Gruppe bekräftigten dabei, Europas Grenzen gemeinsam schützen zu wollen.

Neue Migrationswelle

Orbán sagte, dass derzeit etwa 100.000 Migranten auf dem Weg nach Europa über die Balkanroute seien und dass sie, sofern Ungarn es zulasse, in das Land einreisen und sogar die Slowakei erreichen würden. Der Fidesz-Politiker bedankte sich bei der slowakischen Regierung für die Unterstützung. Der slowakische Ministerpräsident Pellegrini bekräftigte seine Haltung, wonach die Slowakei bereit sei, Ungarn wieder zu unterstützen, falls der Migrationsdruck an der Grenze steigen sollte.

Slowaken helfen

Der slowakische Regierungschef betonte die Bedeutung des Schutzes der ungarisch-serbischen Grenze und wies darauf hin, dass diese auch die Südgrenze der passfreien Schengen-Zone der Europäischen Union sei. Auch die Slowakei sei in Schwierigkeiten, wenn die Grenze von Migranten durchbrochen werde.

„Migranten in Schach halten“

Die Slowakei kümmere sich um den Schutz ihrer Ostgrenze zur Ukraine, brauche aber die Hilfe Ungarns in Bezug auf ihre Südgrenze, sagte er. Pellegrini sagte, die Slowakei sei bereit, Ungarn weiterhin bei seinen Grenzschutzbemühungen zu unterstützen, um die Migranten in Schach zu halten.