Die EU-Kommission setze einen Plan von George Soros um, laut dem jährlich eine Million Migranten nach Europa kommen sollen, ist der ungarische Regierungschef Viktor Orban überzeugt.

Der Plan bezwecke auch eine Entmündigung der EU-Mitglieder in der Migrationsfrage durch Schaffung einer zentralen EU-Einwanderungsbehörde. Passend dazu, forderte Papst Franziskus, die EU solle rasch ein Bundesstaat werden – sonst schade man den Migranten.

„EU erfüllt Soros-Migrationsplan“

Orban berichtete über den ausgekochten Soros-Plan letzten Freitag im ungarischen Fernsehen. „Denn alle Ungarn sollen das wissen“, sagte er. Auch Bundeskanzler Christian Kern bekam dabei sein Fett ab, weil er kürzlich einen Konflikt zwischen den vier Visegrád Staaten Polen, Ungarn, Tschechien und der Slowakei vermutete. „Es sei nicht sehr intelligent, Wunsch und Wirklichkeit zu vermischen“, die Visegrád Staaten lassen sich nicht auseinanderdividieren, meinte Orban dazu. Und: Österreich sei zwar ein talentiertes, wohlhabendes Land …aber außenpolitisch ziemlich ratlos.

Aktuelle Politik ist „Europäische Geisteskrankheit“

Als unsinnig bezeichnete Orban auch die Diskussion zur Umverteilung von Migranten in der EU. Das lade nur noch mehr Zuwanderer aus Afrika ein. Man müsse diese Menschen schon in Libyen stoppen, es solle auch europäisches Militär in Libyen stationiert werden. In Europa lebende, Illegale müsse man abschieben. Als „europäische Geisteskrankheit bezeichnete Orban die Anwendung westlicher Gesetze und Maßstäbe auf völlig andere Kulturen. Das destabilisiere die betreffenden Staaten.

Italien erlebe jetzt übrigens dasselbe wie Ungarn 2015, als die Balkanroute noch offen war. Von George Soros finanzierte NGOs unterstützen damals – wie heute in Italien – die illegale Migration. Sie bringen Kriminelle und Terroristen auf den Kontinent. Bald werden aber Italien und andere EU-Staaten wie Ungarn denken und „unserem Klub beitreten“, ist Orban sicher.

Papst Franziskus: Bundesstaat Europa gegen „verwirrte“ Großmächte

Ob US-Multimilliardär George Soros und Papst Franziskus sich in der Migrationsfrage je beraten haben, ist nicht bekannt. Sie haben jedenfalls sehr ähnliche Ansichten.Vergangenen Samstag forderte Seine Heiligkeit in einem Interview mit der Zeitung La Repubblica, die EU müsse rasch ein Bundesstaat werden, um mehr Gewicht in der Welt zu haben. Es könne nicht sein, dass in der Migrationsfrage, einzelne EU-Staaten eigenmächtig entscheiden. Die großen G-20 Wirtschaftsmächte USA, Russland und China bezeichnete er als Allianz mit „verwirrter Weltsicht“. Ihre Politik würde den Ärmsten schaden, insbesondere den Migranten auf der halben Welt.

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Bildnachweis: Foto Christian Kern: Flickr, SPÖ Presse und Kommunikation, CC BY-SA 2.0 / Orban: Foto: Wikimedia. Kremlin.ru, CC BY 4.0 / EU-Flagge: Pixabay / Ungarische Fahne: Fotolia, mozZz / Bildkomposition „Wochenblick“