Am 28. Februar gab der ungarische Premierminister Viktor Orbán dem öffentlich-rechtlichen Radiosender Kossuth ein denkenswertes Interview. Dabei erklärte Orbán in einer hierzulande undenkbaren Direktheit, wie die Netzwerke des George Soros funktionieren. Ihm ginge es nur um eines: Geld. Angesichts dessen lässt sich eventuell auch der tägliche Hass neu einordnen, der Orbán aus der oft gleichgeschaltet wirkenden Medienlandschaft entgegenschlägt.

Das vollständige Interview erschien am 2. März in schriftlicher Form auf der Webseite der ungarischen Regierung. Wochenblick hat den George Soros betreffenden Teil hervorgehoben und im Sinne der Lesbarkeit sinngemäß gekürzt:

Viktor Orbán: „Unsere politischer Hauptgegner sind George Soros und sein Netzwerk. Diese stellen für die Arbeit der Regierung eine größere Bedrohung dar als die Opposition. Hätten wir nur mit der Opposition zu diskutieren, würde es uns Ungarn gut gehen. Die Einmischungen aus dem Ausland sind das Problem. George Soros hat drei große Aktionen gestartet, mit denen er Ungarn ausplündern wollte. Am Ende ging es immer um das Geld.“

Soros lässt das System organisiert unterwandern

„Es geht darum, auf welche Weise das Soros-Finanzimperium Einfluss auf Regierungsentscheidungen gewinnen kann, von denen es sich finanzielle Vorteile erhofft. Das macht Soros auch mit internationalen Organisationen, indem er sie unterwandert. Genau so versucht er es in Ungarn. Bedauernswerter Weise ist die Opposition mit diesem Soros-System eng verbunden. Soros und sein Team, die von ihm finanzierten Medien, Journalisten, Aktivisten, NGOs mögen zwar Zivilkleidung tragen, sind aber nach militärischer Logik organisiert. Es ist deutlich erkennbar, wie diese auf zentralen Befehl hin in Schlachtordnung Themen aufgreifen und Regierungen attackieren.“

Es geht um Geld. Es geht um die Souveränität Ungarns.

„Ich möchte nochmals betonen: Es geht am Ende immer nur um das Geld, sie wollen das Land ausplündern. Ich bin seit dreißig Jahren in der Politik und habe drei Mal mit eigenen Augen gesehen, wie Soros mit seinen Truppen Ungarn ausplündern wollte. Es geht darum, Zustände in Ungarn zu erzeugen, die Menschen an die Macht bringen, welche dieser Gruppe einen materiellen Vorteil garantieren. Im Endeffekt geht es um die Unabhängigkeit und die Souveränität Ungarns.“

 

Wochenblick legt Wert auf die Feststellung, dass jegliche Kritik an den Handlungen des vorgeblichen Philantropen George Soros in keinster Weise auf seine Religion abzielt.