Ungarns Regierungschef Viktor Orban ist überzeugt: der aktuell stattfindende Bevölkerungsaustausch in Europa hilft Spekulanten – wie George Soros –  Geld durch die Zerstörung Europas zu verdienen.

Von Kornelia Kirchweger

Schutz christlicher Kultur

Es sei daher notwendig, Soros und seine „Armee“ offen zu bekämpfen, sagte Orban gegenüber „Radio Kossut“.

„Sie mögen die Traditionen des christlichen Europas nicht und sie glauben, wenn sie uns mit anderen Völkern vermischen, wird Europa lebenswerter. Sie wollen Europa zerstören, weil sie sich davon große Profite erwarten; das ist eben die Natur von Finanzspekulanten. Aber wir wollen nicht mit anderen vermischt werden, uns geht es gut, so wie wir jetzt sind“, sagte Orban.

Christliche statt liberale Demokratie

Generell befürwortet Orban eine moderne „christliche Demokratie“. Die liberale Demokratie habe nämlich ausgedient, sie konnte der Migration nichts entgegenhalten und schützt weder Grenzen noch das traditionelle Familienmodell von Mann und Frau oder die christliche Kultur als solche.

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Zu Macron: Ungarns Solidarität unantastbar

Brüssel sehe die Organisation der Migration als Menschenrecht, für Ungarn sei das aber eine Frage der nationalen Sicherheit. Er habe auch dem französischen Staatspräsidenten Emmanuel Macron klar und deutlich gesagt, dass er niemals einem EU-Gesetz zustimme, wo Ungarn nicht mehr entscheiden darf, wer sich im Land niederlässt.

Er stellte klar, dass Brüssel die Souveränität Ungarns nicht wegnehmen könne. In diese Richtung gehe auch sein Vorschlag zur Verfassungsänderung: er verbiete die erzwungene Ansiedlung Fremder in Ungarn. Zudem solle künftig organisierte illegale Migration als kriminelle Tat eingestuft werden.

Soros will Ungarn in der EU schaden

Orban kritisierte auch die neue Kampagne von „Human Rights Watch“ (HRW), hinter der er George Soros vermutet. Ziel dieser Kampagne sei es, die ungarische Regierungspartei Fidesz aus der Europäischen Volkspartei hinauszuwerfen. Soros wolle Ungarn nur schaden und schleuse daher sein Geld durch diverse Organisationen, um die europäische Politik dahingehend zu beeinflussen.