Vizekanzler HC Strache fordert jetzt eine umfassende Reform des staatlichen ORF.

Nach den sich häufenden Skandalen der letzten Tage und Wochen rund um den mit Zwangsgebühren finanzierten Staatsfunk ORF folgen jetzt die Reaktionen aus der Politik: Vizekanzler HC Strache (FPÖ) fordert eine umfassende ORF-Reform.

Vizekanzler fordert ORF-Reform

Gegenüber der „Krone“ sagt jetzt der Vizekanzler, dass die Serie an Vorfällen beim ORF eine „Methodik“ zeigen würde. Er bekräftigt, dass nicht einfach zur Tagesordnung übergegangen werden könne und fordert „harte Konsequenzen“.

Außerdem stellt er die Frage nach eventuellen Skandalen, die es vielleicht nie an die Öffentlichkeit geschafft haben: „Was ist noch alles passiert, was uns geschadet hat, aber nie publik wurde?“

Skandal-Serie beim ORF

Grund für Straches Forderungen sind die Skandale des staatlichen Senders, die sich in letzter Zeit eklatant gehäuft haben.

Zunächst die Skandal-Reportage des ORF Tirol: Ein älterer Mann sprach im Gespräch mit FPÖ-Landesparteiobmann Markus Abwerzger u.a. von „stinkerten Juden“. Der Widerspruch von Abwerzger wurde – völlig manipulativ – einfach weggeschnitten! Es hatte deshalb so ausgesehen, als würde er zustimmend nicken.

Wrabetz gefiel linksradikales Posting

Dann der nächste Skandal: ORF-Generalsekretär Alexander Wrabetz klickte bei einem Twitter-Beitrag auf „Gefällt mir“, in dem Abwerzger, Strache und die Nationalrätin Carmen Schimanek auf irreführende Weise in Verbindung mit Nazi-Kriegserbrechern gebracht wurden.

Ausgerechnet Wrabetz soll auch die Konsequenzen für die Skandal-Reportage des ORF Tirol festlegen.

Nutzer stinksauer

Der ORF Tirol war es auch, der in einem Bericht über die Transit-Konferenz in Tirol den FP-Verkehrsminister Norbert Hofer einfach nicht erwähnte.

Die Reaktionen im Netz sind entsprechend harsch, etliche Nutzer äußern ihren Unmut. So fordert eine kritische Nutzerin etwa die Abschaffung des ORF und auch die „Einsparung“ von Generalsekretär Wrabetz:

Eine weitere Nutzerin stellt die Objektivität des ORF offen in Frage, fordert auch eine GIS-Abschaffung:

„Wochenblick“ sprach mit Insider

Die Vorfälle reihen sich in eine lange Historie einseitiger und tendenziöser ORF-Berichterstattung, die sich laut Experten zunehmend vor allem gegen die neue ÖVP-FPÖ-Regierung richtet. Die schwarz-blaue Regierung will den ORF mit einer neuen Gesetzesnovelle nun reformieren und verbindlicher zur Neutralität verpflichten („Wochenblick“ berichtete).

Jenewein hat hierzu dem „Wochenblick“-Online-Chefredakteur Johannes Schüller ein ausführliches Interview gegeben, das sie in der kommenden Ausgabe lesen können. Bestellen Sie gleich jetzt ein kostenloses, unverbindliches Probeabo!