Armin Wolf ist mit den Umbauplänen des ORF unzufrieden.

Der ORF-Moderator Armin Wolf überlegt in einem Podcast-Interview mit der linken Wiener Stadtzeitung „Falter„, sich bei ihr zu bewerben, sollte die „ZiB 2“ nicht mehr so arbeiten können wie bisher.

Er hätte ein „Schmerzgrenze“, ab der er nicht mehr „mitmachen würde“, so Wolf.

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Grund für die Diskussionen sind Forderungen und Pläne der FPÖ, den staatlichen Sender zu reformieren.

Wolf zukünftig beim „Falter“?

Wolf bekräftigt, die „ZiB 2“ besonders wichtig zu finden und hält fest, nicht um jeden Preis beim durch Zwangsgebühren finanzierten Staatsfunk ORF arbeiten zu wollen.

Er gibt auch Einblick in mögliche Pläne, sollte eine für ihn zu weit greifende Reformierung Realität werden: „Ich mache mir um mich keine großen Sorgen, ich find‘ schon was. Ich könnte mich beim ‚Falter‘ bewerben, vielleicht nimmt mich ja jemand.

Zuletzt hatte die FPÖ angekündigt, den ORF „zur Neutralität verpflichten zu wollen„. Grund waren diverse parteipolitisch motivierte Agitationen in der ORF-Berichterstattung, vor allem der verfälschende Bericht über den Tiroler FPÖ-Landesparteiobmann Markus Abwerzger.

Benutztes Klopapier zugeschickt

Außerdem machte eine weitere brisante Meldung um Armin Wolf die Runde: So soll ihm ein „ORF-Gebührenzahler“ per Post benütztes Klopapier zugesandt haben, wie er selbst berichtet.

Wolf nimmt es mit Humor, wie man anhand seines Twitter-Eintrags sehen kann. Er kommentiert: „Das nächste Mal bitte wieder Email. Danke!“

FPÖ sauer über Polit-Agitation

FPÖ-Mediensprecher Hans-Jörg Jenewein  kritisiert indes parteipolitisch eingefärbte Stellungnahmen von ORF-Redakteuren scharf. Den Vorwurf, den öffentlichen Rundfunk abschaffen zu wollen, weist er dagegen deutlich zurück.

Scharfe Kritik übt er an der politisch einseitigen Positionierung einiger ORF-Redakteure in den sozialen Medien. Wenngleich es sehr viele Redakteure gebe, die korrekt arbeiten, würden einige von den Österreichern oft unfreiwillig finanzierte Journalisten ihre Außenwirkung zur umfassenden politischen Agitation nutzen.