Terroranschläge in Tunesien oder der Türkei lassen die einst beliebten Urlaubsziele in der Gunst der Oberösterreicher weit zurückfallen. Doch die Lust am Urlauben ist ungebrochen und viele Landsleute wollen die Sommerferien nutzen, um fern der Heimat Entspannung und Ausgleich zu finden.

Die Oberösterreicher bleiben bei ungewisser politischer Lage im Urlaub keineswegs daheim in der Wohnung. Es findet lediglich eine Verschiebung statt – vermeintlich unsichere Regionen werden gemieden, neue Destinationen werden gebucht. Als im Frühsommer letzten Jahres 38 Menschen am Strand von Tunesien erschossen wurden, setzte eine nie dagewesene Stornierungs-Welle ein. Seit dem wird Tunesien vom Linzer Flughafen nicht mehr angeflogen, das einstige Urlaubsland vieler Oberösterreicher spielt in der Urlaubsfrage keine Rolle mehr. Auch die Türkei hat im Vergleich zu den Vorjahren zuviel von ihrem Image eingebüßt: Anschläge, Kurden-Kämpfe, Repression gegen Journalisten und vieles mehr. Für viele Urlauber kein Land, wo man sich die Sonne auf den Bauch scheinen lassen möchte, in der Gewissheit, dass wenige Kilometer entfernt kriegsähnliche Zustände herrschen. Als Alternative zur Türkei hat sich diesen Sommer die Sonnenküste von Burgas in Bulgarien etabliert, verrät der Pressesprecher des Linzer Flughafens, Ingo Hagedorn, auf „Wochenblick“-Nachfrage.

Die besonders günstigen Preise in Bulgarien hätten einen Anreiz für Badeurlauber gegeben. Weiterhin sehr beliebt sind die spanischen Inseln Mallorca und Ibiza. In Spanien weiß der Urlauber eben, was er bekommt. Zudem lassen sich günstig Mietautos buchen, mit denen man das Land erkunden kann. Ganz generell werden auch die Dauerbrenner Italien und Kroatien für die Oberösterreicher beliebte Urlaubsziele bleiben. Mit dem Auto sind diese Gegenden gut erreichbar und immer mehr Familien mieten sich einen Campingwagen und fahren damit kostengünstig und abseits bekannter Wege durch die Heimat und Europa. Auch besonders beliebt, gerade im Frühsommer, sind Kurztrips in europäische Städte wie Glasgow, Tallin oder Kerry.

Ostsee wird immer beliebter 1

Und natürlich Städtereisen nach Barcelona oder Rom, die im Jahr 23-mal angeflogen werden. Ein Urlaubsland, das in den nächsten Jahren an Bedeutung zunehmen wird, ist Ungarn und hier vor allem der Plattensee. Da Ungarn kein Teil der Euro-Zone ist, ist Urlauben dort noch richtig günstig. Dass Ungarns Präsident Orban kein Vorbild für den österreichischen Kanzler Kern ist, stört die Urlauber offenbar wenig. Der Urlaub in Österreich – ob zum Baden in Kärnten, zum Wandern in Tirol oder Bauernhofurlaub im Salzburgerland – ist auch wieder beliebt.

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