Sie haben das Mantra der Politiker, dass wir uns nur brav impfen müssen, um im Sommer wieder sämtliche Freiheiten und Grundrechte genießen zu dürfen, gewiss auch vernommen?

Kommentar von Alfons Kluibenschädl

Nun preschte Dieter Reiter, seines Zeichens SPD-Oberbürgermeister in München, vor: Obwohl es noch fünf Monate hin ist, glaubt er an eine coronabedingte Absage des Oktoberfestes. Eine üble Ansage, die nicht nur für Schausteller und Wirte, ohnehin seit Monaten im faktischen Berufsverbot, eine bittere Pille ist. Der touristische Mehrwert ist für die ganze Isar-Metropole immens. Millionen Feierlustige aus aller Welt säumen normalerweise für drei Wochen die Theresienwiese und in der Folge auch die Innenstadt. Mittlerweile gehen immer mehr Experten davon aus, dass es im Herbst eine dritte Impfung geben wird. Irgendwann wird man uns eröffnen, dass man für „die Freiheit“ lebenslang alle sechs Monate an die Nadel müsse.

Geselligkeit ist nicht erwünscht

So die Volksfeste doch stattfinden, könnte es am Zelteingang nötig sein, seinen Impfstatus und andere empfindliche Daten zu hinterlegen. Früher wäre es in Bayern wohl zu Volksaufständen gekommen, wenn der Zugang zum „flüssigen Brot“ gekappt worden wäre. Nach dreizehn Monaten Corona hat man sich aber längst daran gewöhnt, dass Geselligkeit nicht erwünscht ist. Auch dass in Linz ab heute Samstag der „Urfix“ gewesen wäre, wenn ihn nicht ÖVP-Vizebürgermeister Bernhard Baier abgeblasen hätte, haben viele schon gar nicht mehr am Radar …

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