Ausgerechnet vom umstrittenen sunnitischen Großimam Ahmad Al-Tayyeb will sich der amtierende Papst Inspiration für seine neue Enzyklika „Fratelli tutti“ geholt haben. Mit Papst Franziskus driftete die katholische Kirche in nahezu allen Belangen nach links außen ab. Linke bis Linksextreme jubelten weltweit, dass sogar der Titel des Werks „gendergerecht“ wäre, denn es ist nicht mehr von Brüderlichkeit sondern von Geschwisterlichkeit die Rede. Viel tiefer kann man sich unter dem Zeitgeist nicht mehr verbiegen.

Von Willi Huber

Der Papst wünscht sich nicht weniger als eine neue Weltordnung. Wovor so genannte Verschwörungstheoretiker jahrelang warnten und wofür sie auch verlacht und angefeindet wurden, ist nun schwarz auf weiße Realität. Die Enzyklika des Papstes ist eine Ermahnung, die Welt in Richtung des Sozialismus wenn nicht des Kommunismus zu orientieren. Nur durch die Abkehr vom Egoismus ließen sich die Folgen der Corona-Pandemie und globale Herausforderungen wie soziale Ungleichheit und Migration bewältigen.

Verbindlich für 1,3 Milliarden Menschen

Das päpstliche Grundsatzdokument hat, wenn man den Katholizismus buchstabengetreu lebt, hohe Verbindlichkeit für 1,3 Milliarden Menschen weltweit. Glücklicherweise leben wir nicht mehr im finsteren Mittelalter, wo für abweichende Meinungen der Tod am Scheiterhaufen vorgesehen war. Heute geht man vorerst nur für wenige Monate ins Gefängnis, falls die abweichende Meinung von der linken Justizministerin und ihren Erfüllungsgehilfen als „Hassrede“ zugeordnet wird.  Bei Wiederholungstätern wird es eben länger. Das ist wohl zivilisatorischer Fortschritt. In vielen Punkten dürften sich die Grünen und der Papst inzwischen einig sein. Dieser kritisierte sogar „zerstörerische Hassgruppen“ in „Sozialen Medien“.

Unterordnung unter die Vereinten Nationen

Man könnte vermuten, dass der linke Marsch durch die Institutionen auch im Vatikan äußerst erfolgreich war. So forderte der Papst „neue Systeme“. Man müsse die Vereinten Nationen stärken und nationale Interessen unterordnen. Großer Einfluss der Wirtschaft wäre schädlich. Auch die Schwächsten sollen in Entscheidungs- und Entwicklungsprozesse eingebunden werden. Etwas widersprüchlich wirkt da das Plädoyer für kulturelle Identität gegen globale Gleichmacherei. Wie viel Identität übrig bleibt, wenn man die halbe Welt aufnehmen und versorgen soll, wird wohl niemand erklären können. Denn: Jedes Land sei auch das Land des Ausländers und die Güter eines Territoriums dürfen Menschen, die von anderen Orten daherströmen nicht vorenthalten werden. 

Ein sozialistisch-kommunistisches Experiment

Zusammengefasst: Der Papst wünscht sich eine „neue“, sozialistisch-kommunistische Weltordnung unter der Führung der Vereinten Nationen, wo jegliches Leistungsprinzip abgeschafft wird. Stattdessen hätten jene, die etwas haben, ihren Besitz mit allen anderen zu teilen – bis eben alle gleich arm sind. Das war zumindest immer das Endergebnis sozialistisch-kommunistischer Experimente. Wir erleben eine Zeit der völligen Gleichschaltung, von Merkels Politik, der Beschallung durch die Werbeindustrie bis hin zur katholischen Religion. Da kann einem nur noch schlecht werden. Böse Zungen behaupten: Wenn ein Christ die UN anbetet, nenne man dies auch un-christlich. Aber was wissen wir schon.