Sieben der Attentäter, die 130 Menschen getötet und über 360 verletzt haben, sind offenbar als Flüchtlinge getarnt durch die ungarische Grenze geschlüpft.

Dem britischen „Telegraph“ zufolge haben ungarische Sicherheitsbeamte aufgedeckt, dass sich ein Großteil der islamischen Extremisten und Paris-Attentäter vom 13. November 2016 als Flüchtlinge ausgegeben hat. Insgesamt waren zehn Terroristen in die Planung und Ausführung der Taten verstrickt.

Auch in Brüssel-Anschläge verwickelt

Einige der Täter sollen auch die in die Brüssel-Anschläge vom 22. März involviert gewesen sein, die 32 Menschen das Leben gekostet haben. Laut dem ungarischen Terrorismusabwehrzentrum sollen die Extremisten im Sommer 2015 in Belgien eine „logistische Zentrale“ errichtet haben und in Folge begonnen haben, die sogenannte Balkanroute durch Osteuropa zu benutzen, um so in Syrien ausgebildete Kämpfer nach Europa zu schleusen.

Der ungarische Ministerpräsident Viktor Orbán hat die Schuld an der Flüchtlingskrise wiederholt Angela Merkel und ihrer offenen Flüchtlingspolitik zugeschrieben.

Handy-Daten ausgewertet

In einem Gespräch mit der „Sunday Times“ sagte General Zsolt Bodnar, stellvertretender Chef des Abwehrzentrums, dass die Entdeckungen nach intensiven Auswertungen der Mobiltelefone der Verdächtigen gemacht wurden.

Demnach soll der beglische Marrokaner Abdelhamid Abaaoud (Bild l.o.), der als Attentäter bei den Paris-Anschlägen umkam, im Juli 2015 einen „Späher“ ausgesandt haben, um die Balkanroute auszukundschaften und einen Plan dafür auszuarbeiten. Der Späher Bilal C. nutzte infolge soziale Medien wie Facebook und Whatsapp, um Berichte an Abaaoud und seine Gefolgschaft zurückzusenden. Viele der Verdächtigen sind sogar in Europa geboren – sie reisten, nachdem sie radikalisiert wurden nach Syrien, um sich der Terrormiliz „Islamischer Staat“ anzuschließen.

Anti-Terror Datenbanken

Obwohl die Namen der Verdächtigen in Anti-Terror-Datenbanken quer durch Europa gelistet waren, kamen sie im Zuge der Masseneinwanderung problemlos aus Syrien zurück nach Europa. Viele von ihnen gaben sich als syrische Flüchtlinge aus, hatten gefälschte syrische Pässe und wurden sogar dahingehend sprachlich trainiert, so General Godnar. Salah Abdeslam soll im August und Oktober 2015 vier mal nach Ungarn gereist sein, wo er andere Terroristen abholte, die sowohl in die Anschläge von Brüssel als auch Paris verwickelt waren.

 

In Ausgabe 19 vom 28. Juli 2016 hat sich der „Wochenblick“ intensiv mit dem Thema „Terroristen getarnt als Flüchtlinge“ auseinandergesetzt.

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