Peinlich: Kern besucht in bürgernahem Pizza-Video einen SPÖ-Funktionär 2

Das neue Video von Bundeskanzler Christian Kern sorgt medial für viel Aufsehen.  Mit dem Motto „Was bewegt dich“ verkleidet sich dort unser Kanzler als Pizza-Bote, um vorgeblich mit den Bürgern über ihre Wünsche an die Politik zu sprechen.

„Bürgerbesuch“ bei SPÖ-Mann

„Ich wollte mit euch plaudern, weil ich mir gedacht habe, das ist eine gute Gelegenheit, um Leute kennen zu lernen. Und ein bisschen zu hören, was ihr so von der Politik erwartet, was wir für euch tun können“, erklärt Kern gleich zu Beginn des Kanzlerpizza-Videos!

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Doch offenbar hat Kern nicht ausreichend Bürger für seine „Überraschungs-Besuche“ gefunden! Denn gleich der erste „Bürger“, der von Kern besucht wird, arbeitet im SPÖ-geführten Sozialministerium und hat bereits für die Partei bei einer Wahl zur Bezirksvertretung in Wien-Leopoldstrasse kandidiert!

Verräterische Hinweise

Denn in dem Moment, als der vorgeblich bürgernahe Pizza-Kanzler an der Tür der ersten Familie klingelt, fällt das Namensschild „Tatto“ auf:

Peinlich: Kern besucht in bürgernahem Pizza-Video einen SPÖ-Funktionär

 

Der „Pizzabote“ Kern erweckt den Eindruck, zufällig bei Familie Tatto geklingelt zu haben, so als ob vorher nie ein Kontakt bestanden habe! Im folgenden Gespräch am Essenstisch fragt er nach den Problemen der Familie.

Peinlich: Kern besucht in bürgernahem Pizza-Video einen SPÖ-Funktionär 1

 

Bereits eine einfache Google-Recherche ergibt jedoch, dass es sich bei dem „spontan“ besuchten Bürger um Ralf Tatto, einen SPÖ-Funktionär im 3. Wiener Bezirk handelt!

Peinlich: Kern besucht in bürgernahem Pizza-Video einen SPÖ-Funktionär 5

Tatto arbeitet als „Referent Öffentlichkeitsarbeit“ im SPÖ-geführten Sozialministerium:

„Unverzüglich“: EU will nun legale Einreise von Asylwerbern ermöglichen!

 

 

Vor diesem Hintergrund gewinnt das Gespräch, dass Kern mit Familie Tatto führt, unfreiwillig an bitterem Humor. Denn Kern fragt in dem Video, was sich die Familie von der Politik wünsche.

Sozialministerium nicht familienfreundlich?

Die Frau des Mannes, der im SPÖ-geführten Sozialministerium arbeitet, antwortet: „Also mehr Zeit können wir nicht mit Arbeit verbringen“, gibt dabei Tattos Frau zu bedenken.“Es wäre schon schön, ein bisschen mehr Zeit für die Familie zu haben.“ Tatto ergänzt: „Ich würde schon etwas machen. Ich würde zum Beispiel die Familienfreundlichkeit von Betrieben würde ich mehr forcieren.“ Handelt es sich um eine versteckte Kritik am Sozialministerium?

Bereits als SPÖ-Funktionär wollte sich Tatto für familienfreundlichere Politik einsetzen, wie aus einer SPÖ-Seite für den Bezirk Landstrasse hervorgeht:

kern pizza kanzler ralf tatto

Noch mehr Regierungs-Mitarbeiter?

Ob Kern seinen Parteigenossen auch persönlich gut kennt, kann nicht ausgeschlossen werden. Fest steht: Um einen „Überraschungs-Besuch“ bei einem zufällig ausgesuchten „Bürger“ handelt es sich tendenziell wohl eher nicht. Ob die anderen Familien, die Kern besucht, ebenfalls aus dem Regierungsumfeld kommen, kann nicht dezidiert ausgeschlossen werden.

„Wochenblick“ hat beim Bundeskanzleramt nachgehakt: Doch das war bis jetzt (19.4., 17:32 Uhr) für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.

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