Weil in der Schweiz – ähnlich wie in Österreich – nicht alle Ärzte ans elektronische Meldesystem angeschlossen sind, erledigen viele dies händisch oder gar per Fax. Dabei kommt es mitunter auch zu recht skurrilen Pannen.

Besonders bei statistischen Ausreißern ist daher mit Vorsicht zu agieren. Die Heute berichtet unter Berufung auf Schweizer Medien von einer Verstorbenen, die eigentlich schon im Jahr 1911 geboren war. Als die Frau im stolzen Alter von 109 Jahren dem neuartigen Coronavirus erlag, ging man irrtümlich davon aus, es handle sich um ein erst 9-jähriges Mädchen mit dem Geburtsjahr 2011…

Falsche Zuordnung kein Einzelfall

Dieser kuriose Fall ist gleichzeitig nicht die einzige derartige Panne in der Schweiz. Denn auch eine zweiterer  eher jüngerer, verstorbene Patient, bekam aufgrund eines Eingabe-Fehlers die falsche Alterskohorte zugeteilt. Der Mann, der eigentlich zum Todeszeitpunkt schon 87 Jahre alt war, wäre aufgrund des falschen Datums – 1992 statt 1932 – der einzige Schweizer Corona-Tote zwischen 20 und 29 Jahren gewesen.

Erinnerungen an heimische Daten-Panne

Ähnliche Probleme sorgen nicht nur in der Schweiz für Befremden. So diente die Meldung, wonach der erste Fall in Ischgl bereits Anfang Feber stattgefunden hätte, für einiges Aufsehen in der heimischen Corona-Aufarbeitung. Kurz darauf stellte sich heraus, dass es ein Eingabefehler war und der fragliche positive Test im Tiroler Skiort tatsächlich erst einen Monat später auftrat – Wochenblick berichtete.

Die für die Auswertung zuständige AGES hatte bis dahin bereits ein eigenes Narrativ an diesem Ausreißer gebaut. Diese blieb zwar dabei, dass auch der zweite Fall bereits im Feber stattgefunden hätte. Weil Gesundheitsminister Rudi Anschober (Grüne) die falschen Daten am Vortag aber bereits zeitweise bestätigt hatte, konnte der Eindruck entstehen, dass die Handelnden den Überblick verloren hätten…