Mit einem vergleichsweise milden, noch nicht rechtskräftigen, Urteil endete die Verhandlung gegen einen Afghanen (20), der einen Rentner schwer verletzte. 

Es war eine spektakuläre Flucht, die sich Ende März in Linz abspielte: Zwei Afghanen liefen vor einer Polizeikontrolle weg. Einer der beiden Migranten verlor auf der Flucht einen Rucksack mit 16 Klemmsäcken voller Marihuana. Er flüchtete sich auf ein Dach und kraxelte dort in eine versperrte Abstellkammer, musste von der Feuerwehr befreit werden. Auf dem Weg stieß er auch einen 81-jährigen Pensionisten um.

Urteil für Handbruch: Neun Monate teilbedingte Haft

Weil dieser sich dabei einen komplizierten Handbruch zuzog, musste sich der Afghane (20) jetzt vor Gericht verantworten. Dass er den älteren Herren niederstreckte, will er vor lauter Stress auf seiner Flucht gar nicht mitbekommen haben. Wie die Krone berichtet, soll der Migrant in Ried in der Riedmark wohnen.

Zwei Monate später fiel nun ein Urteil im Fall: Der Afghane kommt mit neun Monaten teilbedingter Haft sowie 3.890 Euro an Schmerzensgeld davon. Der Strafrahmen für schwere Körperverletzung liegt normalerweise zwischen sechs Monaten und drei Jahren, der Richterspruch orientierte sich somit eher am unteren Ende…

Drogenhauptstadt Linz: Afghanen dominieren Szene

Dass der Afghane mit erklecklichen Mengen an Rauschgift erwischt wurde, überrascht kaum: Linz gilt in den letzten Jahren als Drogenhauptstadt Österreichs. Im Jahr 2018 etwa verbuchte man mit 15,7 Delikten pro 100.000 Einwohnern die höchste relative Rate an Suchtmitteldelikten, noch vor Innsbruck, das auf den zweiten Platz kam (11,5).

Die Szene ist fest in migrantischer Hand, gerade Afghanen fallen immer wieder mit SMG-Verstößen auf. Vorvoriges Jahr konnte die Behörden etwa einem afghanischen Dealer, der mehr als 1kg an ‚Stoff‘ vertickt hatte, auf die Schliche kommen. Kurz darauf machte man einen fünfköpfigen Afghanen-Drogenring ausfindig. Auch bei der kürzlich aufgedeckten „Semmelweis-Bande“ diente ein Afghane als Hauptlieferant.