Linke versuchen nicht nur, mittels inszenierter Mitleids-Bilder ständig von den selben Fotografen zu manipulieren. Sie setzen auch noch groteske Narrative, wieso die Geschehnisse irgendwie eine Naturgewalt in ihrem Sinne seien. 

Kommentar von Alfons Kluibenschädl

Jeder Mensch, der halbwegs „normal in der Marille“ ist, findet die Geschehnisse an der EU-Außengrenze furchtbar. Die Zustände in den Asyl-Lagern sind untragbar, es war nur eine Frage der Zeit, bis das Pulverfass explodieren würde. Manche Linke werten den Brand mittlerweile als willkommenen „Widerstandsakt“ – eine Vorstellung, die der Mehrheit der Bürger wohl als letztes in den Sinn gekommen wäre.

Linke sehen in Migranten nur Humankapital

Viele linksliberale und globalistisch ausgerichtete Akteure sehen in den Menschen, die an der EU-Außengrenze unter unwürdigen Umständen darben, allerlei Humankapital. Da ist für jeden etwas dabei: Multinationale Konzerne schielen etwa auf billige Arbeitskräfte, naive Politiker erhoffen sich die Lösung ihres Pensionsproblems ohne ernsthafte, familienfreundliche Sachpolitik für den Souverän, dem sie eigentlich verpflichtet wären, anstoßen zu müssen.

Für Linke aller Schattierungen wiederum sind die Migrationsströme eine Art eierlegende Wollmilchsau. Der solidarisch gesinnte Bobo-Linke sucht sich nach der Entfremdung vom Arbeitertum neue Ersatz-Entrechtete. Der heimatfeindlich gesinnte Linke sieht in ethnischer Durchmischung die Möglichkeit, die Erbschuld seiner vermeintlich bösen Herkunft zu kaschieren. Und der altruistische Linke will endlich die sonst nur für Tierbaby-Bilder reservierte Fürsorglichkeit an Menschenmaterial probieren.

Revoluzzer wollen revoltieren – egal wogegen

In ihrem ewigen Streben um den – hier wohl ganz wörtlichen – „neuen Menschen“ gesellt sich in diesen Tagen ein vierter linker Typus: Der ewige Revoluzzer. Jahrzehnte, nachdem der Marsch durch die Institutionen bereits vollzogen ist, wollen manche immer weiter marschieren. Sie sehnen sich nach der Revolution – und halten immer Ausschau, nach einer neuen Bösartigkeit, welche ihre Utopien verhindert. In diesem Fall sind es dann halt die angeblichen „Ausländerfeinde“ und die „unmenschliche Migrationspolitik“

In Wirklichkeit ist das Risiko heute gering, wenn ein Linker auf die Straße geht. Egal, ob es gegen „alte, weiße Männer“, den Klimawandel oder „rassistische Polizeigewalt“ geht. Es ist nicht viel mehr als Brot und Spiele, denn die konformistischen Rebellen stoßen auf ein System, das längst ein offenes Ohr für ihre Anliegen hat. Im Gegensatz zu patriotischen Dissidenten droht ihnen für ihre Meinung kein Verlust des Arbeitsplatzes, des Bankkontos oder der Freiheit. Und so verlieren sie jedes Maß.

Feurige linke Träume…

Und weil dieser Wunsch in weiten Teilen der politischen Linken weiter lodert, nimmt das Bild eines Feuers als reinigendes Ereignis seine Form an. So etwa für eine Aktivistin der linksextremen „Interventionistischen Linken“, einer Gruppe, die schon zu den später brennenden Barrikaden beim G20-Gipfel in Hamburg mobilisierte. Sie verklärt die verheerenden Brandstiftungen zur „berechtigten Gefängnisrevolte“.

…die längst im Mainstream sind

Der gewogene Leser könnte meinen, man sollte radikale Spinner einfach reden lassen und ihnen keine Bühne geben. Längst kommt die gleiche Rhetorik allerdings aus der „Mitte der Gesellschaft“. Hier zitiert die Mittelmeer NGO Sea-Watch, die mit einem von der Evangelischen Kirche in Deutschland aus Kirchensteuergeldern mitbezahlten „Rettungsschiff fürs Mittelmeer“ unterwegs ist, eine Journalistin. Diese schrieb übrigens bereits für reichweitenstarke Mainstream-Medien wie Zeit, Welt und taz.

Wird diese Logik und Dynamik bald zur Pflicht?

Vor dem Hintergrund, dass EU-Kommissionspräsidenten Ursula von der Leyen erst diese Woche die sogenannte „Seenotrettung“ als verpflichtend, nicht als Option beschrieb – Wochenblick berichtete – könnte das noch heiter werden. Migranten, die das „einzig richtige tun“, wenn sie alles niederbrennen. Die ohne Kontrolle oder Obergrenze nach Europa geschleust werden – und dann über alle Länder verteilt werden. 

Natürlich hört sich das Argument der solidarischen Verteilung auf dem Papier gut an. In der Realität hat es allerdings einen logischen Haken. Wer nach einem Wasserrohrbruch das kühle Nass in allen Zimmern verteilt, rettet nicht die Küche. Sondern er verteilt eben auch das Problem mit allen Folgen auf die ganze Wohnung. Andernorts wiederum, etwa auf einem Feld, würde dasselbe Wasser hingegen sogar zur Grundlage des Lebens, indem es abertausende Menschen ernährt.

Hilfe vor Ort als einziges sinnvolles Mittel

Die einzige richtige Lösung ist es, die Hilfe in den Heimatländern und deren unmittelbaren Nachbarstaaten anzubieten – wo auch derselbe Euro mehr Menschen helfen kann. Damit machen sich weniger Menschen auf den Weg, die Verfahren dauerten nicht unmenschlich lange – und Lager wie auf Lesbos oder Samos wären niemals dermaßen überfüllt. Man könnte leichter feststellen, wer tatsächlich einen Schutz vor Verfolgung braucht – und wer nur als Glücksritter nach Europa will.

Letzterem könnte man einen Anreiz geben, stattdessen sein eigenes Land aufzubauen. Am Ende stünden alle außer linken Brand-Bejublern als Gewinner dar. Bei der Schaffung von Einwanderungs-Anreizen kennt die Geschichte hingegen nur Verlierer. Einschließlich linker Brand-Jubler, deren auf Konsum und Enthemmung ausgerichteter Lebensstil im Kalifat übrigens wohl als erster ins Visier geraten würde.

Heimatliebe als moralisches Grundgerüst

Viele Patrioten, die um den Erhalt ihrer eigenen Heimat fürchten, können sich jedenfalls gut in Migranten hineinversetzen, die genau dieses höchste Gut hinter sich lassen. Wir plädieren daher seit jeher für Hilfe vor Ort in den Herkunftsländern, auch um Entwurzelung tausender Menschen zu vermeiden. Wir wollen nicht nur Herr im eigenen Haus bleiben – sondern auch anderen Ländern nicht die wehr- und aufbaufähige Generation rauben.

Der Schutz der eigenen und der fremden Heimat ist auch der Grund, weshalb wir gegen die neue Öffnung der Scheunentore sind – und nicht, dass wir „Unmenschen“ wären. Keiner von uns bejubelt es, wenn auf unserem Kontinent irgendwelche Massenlager existieren oder abbrennen. Wir wünschen ihnen ein würdevolles Leben in ihrer Heimat – und keine Brandschatzung von Slums in unserer Heimat im Sog von „Wir schaffen das“, unabhängig davon, ob sie dabei Tätern oder Opfer sind.