Der Anteil an Schülern ohne Deutsch als Muttersprache ist in den vergangen Jahren kontinuierlich angestiegen. Spätestens seit die Migrationsbewegung Richtung Europa im Jahre 2015 ihren Höhepunkt erreichte, hat sich damit auch die Sprache an den Schulen verändert.

Vor allem auf dem Pausenhöfen ist Deutsch längst eher zur Ausnahme geworden. Diese Entwicklung unterstützt natürlich die Bildung von Parallelgesellschaften enorm.

30 Prozent sprechen kein Deutsch

Von den 106.305 Pflichtschülern im Land ob der Enns haben aktuell bereits 29.408 (also schon an die 30 Prozent) nicht Deutsch als Muttersprache. Für die FPÖ Oberösterreich ist die Verankerung der deutschen Sprache als Schulsprache ein zentrales Anliegen. Deshalb wurde vom oberösterreichischen Landtag im Juni eine Resolution an die Bundesregierung verabschiedet, mit der erneut die Umsetzung gefordert wurde.

Die Antwort von Bildungsminister Heinz Faßmann (ÖVP) fiel aus Sicht der FPÖ – aber auch aus Sicht der OÖVP – nicht zufriedenstellend aus. Faßmann kommunizierte in einer Stellungnahme an Oberösterreichs Landeshauptmann Thomas Stelzer (VP) keinen Bedarf für eine Deutschpflicht zu sehen. Weiters führt der Minister verfassungsrechtliche Bedenken an und verweist auf „Sprachenvielfalt“ als „Bildungsanliegen“ der österreichischen Schulen.

Petition zur Schulsprache gestartet

Dem freiheitliche Landeshauptmann-Stellvertreter und Familienreferent des Landes Oberösterreich, Manfred Haimbuchner, ist es allerdings weiterhin ein besonderes Anliegen, die Vermittlung der deutschen Sprache im schulischen Alltag bestmöglich zu verwirklichen. „Dafür ist vor allem das Prinzip ‚Schulsprache Deutsch‘ ein geeignetes Mittel“, verdeutlicht Haimbuchner. „Zu diesem Zweck habe ich nun eine Onlinepetition unter www.openpetition.eu/at/petition/online/deutsch-am-pausenhof gestartet, um an Bildungsminister Dr. Heinz Faßmann zu appellieren, diese Forderung umzusetzen. Ich würde mich über zahlreiche Unterstützung dieses Anliegens und meiner Petition sehr freuen!“, so der stellvertretende Landehauptmann weiter.

Sozialer Frieden hängt davon ab

Haimbuchner, selbst Vater eines Sohnes, initiierte die Unterschriftenliste als Privatperson. „Nur wer miteinander kommunizieren kann, kann den anderen auch als Teil der Gesellschaft begreifen und akzeptieren. Der soziale Frieden in unserem Land hängt also maßgeblich von einem Miteinander statt einem Nebeneinander ab“, so Haimbuchner bei der Präsentation der Petition im Presseclub des Linzer Ursulinenhofs.

Weg zum Erfolg ebnen

Als einer der ersten Unterstützer trug sich der oberösterreichische FPÖ-Klubobmann Herwig Mahr in die Liste ein. Dieser sieht sich „als verantwortungsvoller Politiker verpflichtet, jungen Leuten den Weg zum schulischen und beruflichen Erfolg zu ebnen“. Die Schulsprache Deutsch biete dafür eine geeignete Voraussetzung.