In Wien rennt bekanntlich der Schmäh. Einer davon ist, dass so manche Staats-Affäre schon in den Hinterzimmern von Szene-Gastronom Martin Ho ausgedealt wurde. Doch Ho hat Anspruch: Vollschlanke Damen will er offenbar nicht in seiner Disco. Neben dem in Wien jüngst verschärften Grünen Pass („2G“) soll auch der „Weiße Pass“ zählen – Undercover-Recherchen von „ZackZack“ lassen andeuten, dass der „2G/3G-Nachweis“ in manchem Ho-Club nicht nur den Corona-Status, sondern auch eine Mengenangabe als Passierschein für Drogen-Dealer darstellen kann. Wer weniger abenteuerlustig ist, kann sich aber demnächst auch zur schillernden Society-Party „reinimpfen“. 

  • Impflinge können sich demnächst den Einlass in exklusive Wiener Clubs „erspritzen“
  • Auch zwei Clubs von Martin Ho sind auf der illustren Liste von Etablissements
  • In einem der genannten Clubs sollen angeblich Drogendeals an der Tagesordnung stehen
  • Berichte über dunkle Machenschaften in seinem Umfeld werden immer konkreter – Ho hingegen sieht sich als Opfer von Intrigen
  • Auch hochrangige Politiker sollen bei Ho gekokst haben – der dementiert dies

Per Impfung auf die exklusive Gästeliste im Ho-Lokal

Denn als exklusiver Preis für das „Jaukerl“ wirkt in Wien demnächst ein Platz auf der Gästeliste von 25 angesagten Clubs in Wien – für alle, die sich zwischen 1. und 8. Oktober impfen lassen. Unter diesen Clubs befinden sich mit der – bereits lange vor Ho-Übernahme als Treffpunkt der „Halböffentlichkeit“ geltende „Pratersauna“ und dem originell benannten (und angrenzenden) „VIEiPEE“ auch zwei Nachtclubs, die dem umtriebigen Unternehmer im Dunstkreis des Kanzlers gehören. Doch den letzten beißen die Hunde: Die Plätze werden nach der „First come, first serve“-Praxis vergeben.

Wer also nicht mit linken Studenten in der „Grellen Forelle“ abschranzen will, sondern auf Bussi-Bussi mit der „Familie“ des Kanzlers schielt, sollte sich beeilen. Aber nur nicht zu viel Hoffnung: Kurz selbst wird man am ausgewählten Tag (30. Oktober) im „Hinterzimmer der Republik“ nicht zu Gesicht bekommen. Es ist nämlich anzunehmen, dass dieser sich zum selben Zeitpunkt mit seinen Globalisten-Freunden in Glasgow trifft. Dort wird nämlich über ein neues UN-Klimaabkommen ganz im Sinne der „Agenda 2030“ und des „Great Reset“ verhandelt.

Nicht nur Spritze, auch Pulver garantiert Einlass?

Bei der „Pratersauna“ handelt es sich jedenfalls auch um jenes Ho-Lokal, in dem Undercover-Journalisten des Pilz-Mediums „ZackZack“ unlängst recherchierten. Und sie stießen dabei auf ungeheuerliche Szenen. „Der Schnee auf dem wir alle talwärts fahren“ soll dort nämlich nicht nur eine Textzeile eines Falco-Liedes, sondern Programm sein. Sie konnten angeblich beobachten, wie Kokain-Dealer am Einlass ohne 3G-Nachweis an der wartenden Schlange vorbei geschleust wurden.

Dabei ist es den Journalisten problemlos möglich, dem Dealer nach kurzem Gespräch 1 Gramm Kokain abzukaufen – um 100 Euro, weit über dem üblichen Straßenverkaufswert, allerdings von hoher Qualität.  Sie beobachten, wie derselbe Rauschgifthändler sich innerhalb der nächsten halben Stunde mit diesem illegalen Treiben eine goldene Nase verdient. Oder wie es das Medium zusammenfasst: „Das Geschäft mit den Drogen brummt in der Pratersauna“. Ein Insider behauptet laut „ZackZack“, dass mancher Dealer mehrmals Nachschub holen müsste, der im hinteren Bereich des exklusiven Clubs gebunkert wäre.

Lokale als lukrativer Drogen-Umschlagsplatz?

Handelt es sich um eine große Enthüllung oder nur um einen skandalösen Anwurf? Ho gibt sich traditionell bedeckt über die Machenschaften in seinem Club. Und freilich: Nicht jeder Geschäftsmann, der über mehrere Lokale verfügt, kann zu jedem Zeitpunkt wissen, was in diesen abgeht. Dies war auch seine Strategie zur Verteidigung, als die Polizei im Vorjahr mitten im Lockdown eine Drogen-Geburtstagsparty in seinem „Dots im Brunnenhof“ aushob, die ein reicher Kaufhauserbe dort feierte. Die Schuld gab er einem „Koch“, der – wie Wochenblick nachweisen konnte – offensichtlich so nicht existiert.

Ein aktueller „ZackZack“-Artikel legt nun allerdings nahe, dass Ho mehr wusste, als er zugab. Er soll demnach sogar Details der Party mit dem Geburtstagskind abgestimmt haben. Und, dass der Drogenhandel in den Lokalen des Szene-Gastronomen boomen soll, ist keinesfalls ein neuer Anwurf. Kein geringerer als Ex-Vizekanzler Heinz-Christian Strache – selbst ein langjähriger Kenner der Wiener Partyszene – unterstellte Ho einst auf Ibiza, der „größte Drogendealer Wiens“ zu sein. In dessen Lokalen gebe es überall Hinterräume, wo „Drogenorgien“ stattfänden. Apropos Orgien aller Art: Eine weitere Aufdecker-Plattform kommentierte einst Hos möglichen Hang zum Wortwitz am Rande des guten Geschmacks. 

Brisante Enthüllung oder Intrige gegen Kurz & Ho?

Zurück zum verhängnisvollen Nähkästchen-Plausch auf Ibiza: Behauptet wurde damals sogar, dass sich prominente Politiker zu diesem Zweck dort eingefunden hätten. Der Ibiza-Detektiv bekundete später sogar unter Wahrheitspflicht, dass kein geringerer als Bundeskanzler Sebastian Kurz sich einst eine Prise eines weißen Pulvers gegönnt hätte. Wochenblick berichtete bereits vor Monaten über diese brisante Anschuldigung. Es gilt selbstredend die Unschuldsvermutung für alle Beteiligten.

Auch Martin Ho bestreitet, über solche Vorgänge zu wissen. Er sieht sich auch nach der wachsenden Liste an Skandalen rund um sein Gastro-Imperium als Opfer von politisch motivierten Intrigen. Er habe insbesondere „keine Kenntnis davon, dass hochrangige Politiker in seinem Betrieb Drogen konsumiert hätten“, gab er für ein Buch zweier SZ-Journalisten zur Ibiza-Affäre zu Protokoll. Und wer weiß: vielleicht handelt es sich ja tatsächlich um zufällige Drogenfunde. Zur falschen Zeit immer wieder am falschen Ort: Es soll passieren. Manche sind eben Pechvögel, auch im nächsten Umfeld der Mächtigen…

Angemessener Ort für die Jugend, um zu feiern?

So oder so: Vor dem Hintergrund der Drogen-Vorwürfe ist brisant, dass die Stadt Wien die Jugend offenbar ausgerechnet mit dortigen Gästelisten-Plätze für die bedingt zugelassene Impfung ködert. Man lockt sie damit in Clubs, die einem bestens vernetzten Unternehmer gehören, in dessen Etablissements zumindest in zwei Fällen belegt ist, dass Gäste ein Interesse an illegalen Drogen hegten und diese auch bei sich führten.

Ho selbst kann die schlechte Presse um seine Person und seine Clubs freilich derzeit gar nicht brauchen. Im Vorfeld der für seine Geschäftstreiben idealerweise schneereichen Wintersaison möchte er ein neues Nobel-Lokal in Kitzbühel eröffnen. Andererseits ist man in der Gams-Stadt ohnehin schon einiges gewohnt – und Ho wäre bei weitem nicht der erste skandalumwobene Promi, der dort erfolgreich einen gastronomischen Betrieb führt.

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