Das traurige Schicksal der grausam ermordeten Leonie (13) bewegt die Bürger weiterhin.

Es war wohl eine bezeichnende Aktion der für Abfallwirtschaft in Wien zuständigen Magistratsabteilung MA48. Offenbar weniger als eine Stunde nach der andächtigen Niederlegung von Kerzen und Blumen vor dem Bundeskanzleramt im stillen Gedenken an die mutmaßlich von vier Afghanen unter Drogen gesetzte zu Tode vergewaltigte Leonie (13), wurden diese beinhart entsorgt. Während sich die MA48 hinter der Polizei versteckt, beschäftigt die Müllabfuhr-Aktion jetzt sogar die Wiener Stadtpolitik!

  • Freiheitliche zeigen sich „fassungslos“ über „in Windeseile erfolge Wegräumaktion“
  • „Sofortige Konsequenzen“ bei MA48 und bei SPÖ-Stadtrat Czernohorszky gefordert
  • Gemeinderätliche Anfrage soll den brisanten Fakten auf den Grund gehen
  • Auch Wochenblick bleibt am Ball: Wer erteilte den Auftrag zur Entfernung wirklich?

Denn die Freiheitlichen kündigten am Mittwoch in einer Aussendung an, dass man der Causa mittels Anfrage im Gemeinderat auf den Grund gehen will. Zudem fordern sie „sofortige Konsequenzen“ bei den Entscheidungsträgern der MA48 sowie beim zuständigen SPÖ-Stadtrat Jürgen Czernohorszky. Der blaue Gemeinderat Udo Guggenbichler zeigte sich „fassungslos“ über die „in Windeseile erfolgte Wegräumaktion“.

Öffentliche Gedenkkultur in Wien mit zweierlei Maß

Gegenüber dieser hat der FPÖ-Politiker „null Verständnis“ – auch vor dem Hintergrund der Gedenkkultur in Wien. Denn diese werde immer „nur dann omnipräsent zugelassen, wenn es dabei nicht um Opfer importierter Gewalt“ gehe. Tatsächlich entsteht dieser Eindruck vor dem Hintergrund mehrerer solcher Fälle, wie Wochenblick berichtete. In ständiger Erinnerung ist vielen Wienern dabei etwa der Umstand, dass es für die Terror-Toten des islamistischen Anschlages im November nur einen lieblosen Gedenkstein gibt.

 

„Volle Verantwortung“ bei MA48-Chef & SPÖ-Stadtrat

Nach Ansicht Guggenbichlers hätten der Abteilungsleiter der MA48, aber auch der für diese Magistratsabteilung zuständige SPÖ-Stadtrat Jürgen Czernohorszsky „hier die volle Verantwortung zu tragen“. Er fordert von diesen daher eine „ausführliche Stellungnahme“ ein. Ebenso brauche es „sofortige Konsequenzen für die Veranlasser dieser pietätlosen Aktion, die das Andenken an Leonie mit einer derart widerlichen Vorgehensweise mit Füßen treten. 

 

Wer beauftragte Entsorgung wirklich?

Wer tatsächlich aller für die Entsorgung der Blumen und Kerzen in letzter Konsequenz mitverantwortlich zeichnet, ist noch nicht ganz klar. Die MA48 beteuerte gegenüber dem Wochenblick, dass die Polizei den Auftrag gegeben hätte, die dies angeblich mit den Veranstaltern so abgesprochen hätte. Diese Darstellung ist allerdings wenig glaubwürdig, eine mögliche politische Weisung steht weiterhin im Raum.

Zur Klärung der Umstände bat Wochenblick auch die LPD Wien, das SPÖ-geführte Rathaus und das ÖVP-geführte Innenministerium um Stellungnahmen, die Frist zur Beantwortung der jeweiligen Fragenkataloge läuft noch bis Freitagmittag. Aber wir bleiben am Ball: Sobald sich diese Stellen zur Sache zu Wort melden, wird Wochenblick weiter berichten – gerade auch, weil die Causa neben der Stadtpolitik auch die Bürger weiter beschäftigt.

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