Nach Italien zeigt uns Polen, wie Freiheit geht. Die „Wir machen auf“-Kampagne zieht dort immer mehr Geschäftsinhaber auf die Barrikaden. Sie rebellieren, indem sie trotz Verbot ihre Läden öffnen. Eigentlich gilt auch in Polen der politisch erzwungene Lockdown bis 31. Jänner, von Verlängerungen ist auszugehen. Da die Polen ebenso wie viele Österreicher, Deutsche, Holländer, Italien, Franzosen usw. Miete zahlen müssen, Essen müssen und Geld für Strom, Wasser, Raten, etc. brauchen, haben zahlreiche Eigentümer von Geschäften entschieden, dass sie genug von den sinnlosen Verboten der Regierung haben. In Polen ist inzwischen eine interaktive Karte verfügbar, die anzeigt, welche Restaurants und Läden bereits auf den Barrikaden stehen. Sie gelten als Leitbilder für viele weitere, die aktuell um ihre Existenzen bangen und noch zögern.

Entscheidend zu wissen ist hierbei, dass die Rebellion in Polen von der Justiz gedeckt wird. Mehr und mehr Geschäftsinhaber klagen gegen verhängten Bußgelder und erhalten Recht. Die polnische Version von „#WirMachenAuf“ (#OtwieraMY) hat Erfolg. Jeder, der dort wieder öffnet, hat wieder Einnahmen, da Gäste das Angebot dankend wahrnehmen und die Aktion gerne unterstützen. Der Initiator der polnischen Freiheitsbewegung Michal Wojciechowski sagte der Welt: „Die Leute müssen irgendwie funktionieren, Raten und Mieten zahlen. Und die Einschränkungen sind illegal. Ich bin froh, dass die Menschen endlich zur Vernunft gekommen sind. Dies ist eine Maschine, die nichts aufhalten kann.“

Justiz stärkt Gewerbetreibenden den Rücken

Richter, die verhängte Bußgelder für ungültig erklärten, berufen sich bei ihren Urteilen auf den fehlenden Katastrophenfall, weswegen auch die weitreichenden Einschränkungen der Grundrechte nicht zulässig und verfassungswidrig sind. Diese klare Haltung gibt den polnischen Unternehmen den nötigen Rückenwind, so dass mehr und mehr Betrieb wieder zurück in die Normalität finden und öffnen.

Friseure, Restaurants, u.a., die ihre Läden noch immer fest geschlossen halten, träumen indes von dem Wunder, das Kurz und Merkel ihnen via Fernseher versprochen haben. Felsenfest sind sie davon überzeugt, dass ein Lockdown helfen wird. Von einer Harvard Studie, dass Lockdowns sinnlos sind und mehr Schaden anrichten als helfen, haben sie noch nie gehört. Kurz, Merkel & Co. achten offenbar penibel darauf, dass so etwas im öffentlich-rechtlichen TV und anderen ihnen wohlgesonnenen Medien keine Erwähnung findet.

Falls ein kritischer Journalist wie Boris Reitschuster solche existierenden Studien dann doch einmal unerwartet erwähnt, wird kurzerhand das Live-Programm unterbrochen – wie wir jüngst am 21. Jänner sehen konnten:

Die Kunden der deutschen Friseure lassen sich derweil übrigens die Haare schneiden, jedoch neuerdings in Luxemburg. Dafür reisen manche sogar 500 Kilometer an. Da kann es dann schon einmal passieren, dass der deutsche Friseur traurig mit ansehen muss, wie seine Zunftgenossen hinter der Landesgrenze wieder zahlreiche Kunden haben.

Alle betroffenen Geschäfte, die noch weiterhin ihre Türen geschlossen halten und daran glauben, dass ihre Regierungschefs schon bald die Lockdowns aufheben, oder finanzielle Unterstützung senden werden, sollten besser davon ausgehen, dass nach diesem Lockdown der nächste Lockdown folgen wird und dann noch ein weiterer. Es ist abstrus, darauf zu hoffen, dass Gesetze, die Regierungen geschaffen haben, um sich mehr Macht zu verleihen, von diesen auch wieder zurückgenommen werden.

Während nach Italien auch Polen rebelliert und gerade dabei ist, die Betriebe und damit Existenzgrundlagen zu retten, werden alle, die keine Einnahmen mehr wollen und geschlossen bleiben, an die Wand gefahren. Wer seinen Betrieb nicht kampflos hergeben will, der steht jetzt auf. Italien und Polen zeigen vor, wie Freiheit geht. Vielleicht kann man daraus lernen.

Link: Videobeitrag bei RBB

(AA)