Der polnische Präsident Andrzej Duda hat während einer Wahlkampf-Kundgebung im südpolnischen Rabka die christlichen Wurzeln Polens als Eckpfeiler seiner Identität betont. Er tourt gerade mit einer Kampagne für die Wiederwahl durchs Land. 

„Wir haben große Kraft, die aus etwas fließt, das der Westen größtenteils aufgegeben hat. Es ist unser Glaube, unsere Tradition und unsere Kultur, die auf dem Christentum beruhen“, sagte Duda.

Ziel: Lebensstandard des Westens

Obwohl Polen in den letzten Jahren ein explosives Wachstum verzeichnet hat, sei es wichtig, dass Polen den Westen in Bezug auf den Lebensstandard einholt. Dieser Aufholprozess wurde durch die Jahre, die Polen hinter dem Eisernen Vorhang unter ausländischer Herrschaft ohne Selbstbestimmungsrecht verbracht habe, doppelt erschwert.

Wir haben eine große Kraft, die von etwas Ausgeht, das der Westen Größtenteils aufgegeben hat. Es ist unser Glaube, unsere Tradition und die Kultur, Die auf dem Christentum beruht.

Der polnische Präsident appellierte bei den Wahlen zwischen rivalisierenden Parteien an den Respekt. Duda wolle zudem wie der frühere Präsident Lech Kaczynski einen Staat aufbauen, der auf Integrität und Gerechtigkeit basiert.

Familienpolitik habe Priorität

Seinem Publikum teilte Duda mit, dass er seine Wahlversprechen eingelöst habe, zu denen das Kindergeld und die Senkung des Rentenalters gehörten. Für ihn werde die Familienpolitik weiterhin Priorität haben, fügte er hinzu. Das Gebiet auf dem die Wahlkampfveranstaltung stattfand, ist eine traditionelle Bastion der konservativen Regierungspartei Recht und Gerechtigkeit (PiS).