Oberösterreichs Grüne sind nach dem gestrigen ORF-Report mit Dr. Manfred Haimbuchner ganz außer sich. Weil er sich nicht impfen lassen will, habe der stellvertretende Landeshauptmann die Impfskepsis angeregt, werfen ihm die Grünen vor. In einer Aussendung verlangen sie von dem Freiheitlichen, sich für flächendeckende Impfungen einzusetzen.

Haimbuchner sei ein schlechtes Vorbild und schade der Bevölkerung, skandalisierten Oberösterreichs Grüne in einer Aussendung. Weiters attestierten ihm die Grünen, die zunehmend ihrem Ruf als Verbotspartei gerecht werden, eine „zweifelhafte Haltung“.

Dabei erklärte Haimbuchner im gestrigen ORF-Report lediglich, dass er sich nicht impfen lasse: „Ich bin ein junger Mensch, ich gehöre nicht zur Risikogruppe. Es sollen zuerst jene geimpft werden, die sich impfen lassen wollen.“

Grüne halten nichts von Freiwilligkeit

Seit jeher betonte der freiheitliche Landeshauptmann-Stellvertreter Dr. Manfred Haimbuchner die Wichtigkeit der Freiwilligkeit bei den Corona-Tests und den Impfungen. So auch gestern im ORF-Report mit Moderatorin Susanne Schnabl. Die Grünen halten von der Freiwilligkeit offenbar nichts, sie fordern flächendeckende Impfungen und flächendeckende Testungen. Andere Meinungen scheinen sie dabei nicht zu respektieren. So rügen Oberösterreichs Grüne den stellvertretenden Landeshauptmann als „verantwortungslos“ und sprechen von einer „zweifelhaften Haltung“ in Bezug auf die von ihnen gewünschten, flächendeckenden Testungen.

Grüne wollen flächendeckende Impfungen und Tests

Es stehe „seit fast einem Jahr wissenschaftlich außer Frage, dass Menschen ansteckend sind auch wenn sie noch keine Symptome entwickelt haben“, schreibt Stefan Kaineder von den Grünen. Deswegen sei es unerlässlich, flächendeckend zu testen und zu impfen. Auf welche wissenschaftlichen Studien sich Kaineder hierbei bezieht, ließ er indes offen.

WHO rät von flächendeckenden Tests ab

Dabei fällt auf, dass es die Grünen mit der Wissenschaftlichkeit wohl selbst nicht so genau nehmen. Immerhin fordern sie das „flächendeckende“ Testen und damit auch von Menschen ohne Corona-Symptome. Dabei rät die WHO auf Grundlage des wissenschaftlichen Stands davon ab, symptomlose Personen zu testen. Zu hoch sei das Risiko, dabei falsche Ergebnisse zu erhalten.

Klubobmann Mahr: Ablenkungsmanöver von grüner Regierungspolitik

Der freiheitliche Klubobmann Herwig Mahr bezog Stellung: „Diese Vorwürfe gehen völlig ins Leere. Landeshauptmann-Stellvertreter Haimbuchner hat es völlig richtig gesagt: Beim Impfen geht es nicht um eine ideologische, sondern um eine höchstpersönliche Entscheidung. Einen Impfzwang, in welcher Form auch immer, lehnen wir entschieden ab.“ Weiters bezeichnete er das Vorgehen Kaineders als ein „durchschaubares Ablenkungsmanöver von der fehlgeschlagenen Regierungspolitik der Grünen“.