Auch wenn der freie Seezugang vor zwei Jahren in der oberösterreichischen Landesverfassung als neue Staatszielbestimmung festgeschrieben wurde, einen spürbaren Zuwachs an frei zugänglichen Seeufern für die Bevölkerung wird es so schnell wohl nicht geben.

Ein Kommentar von Kurt Guggenbichler

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Denn wer in der glücklichen Lage ist, ein Grundstück am See zu besitzen und sei es auch nur ein handtuchgroßer Badeplatz, wie es viele davon am Traunsee in Gmunden gibt, wird dieses zu behalten versuchen, solange es geht.
Der schnellste Weg, um zu neuen Seeufern für die Öffentlichkeit zu kommen, wäre die Enteignung von privaten Grundstücken, was die roten Jusos fordern, womit man aber am Grundrecht auf freies Eigentum rütteln würde. Das wäre ziemlich problematisch.

Das Land muss Uferflächen kaufen

Daher bleibt der Landesregierung und den Oberösterreichern nichts anderes übrig, als darauf zu warten, dass irgendeines dieser privaten Filetstücke an den Seeufern abgestoßen wird und die Verantwortlichen des Landes dieses dann auch kaufen, selbst wenn es sehr teuer sein sollte.
Besser wäre es freilich gewesen, wenn schon die Altvorderen beizeiten darauf geachtet hätten, dass die Ufergrundstücke, an denen davor nur Kleinbauern und Fischer lebten, nicht zur Gänze an Private verscherbelt werden. Doch für eine Neuorientierung war es auch 2019 noch nicht zu spät, auch wenn diese nicht mehr so rasch vorankommen wird wie die Uferverbauung.

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