Die Pläne der EU, Autos mit Verbrennungsmotoren verbieten zu wollen, zeigt einmal mehr das rücksichtslose Agieren der Brüsseler Eliten.

Einmal mehr kann man über die Regulierungswut der EU nur den Kopf schütteln. Bei der geplanten Verschärfung der Klimaziele und der Reduktion der CO2-Emissionen um 60 Prozent wird auch ein Verkaufsverbot von Kfz mit Verbrennungsmotoren ab 2027 angedacht (Wochenblick berichtete). Gegen dieses Unterfangen stellt sich der freiheitliche Europaparlamentarier Roman Haider – der auch Fraktionssprecher im EU-Verkehrsauschuss ist – der die EU-Pläne scharf kritisiert und als „völlig wahnwitzig“ bezeichnet. „Damit sind in der gesamten EU 12 Millionen Arbeitsplätze akut gefährdet, in Österreich allein hängen knapp 400.000 Arbeitsplätze direkt oder indirekt von der Automobilindustrie ab“, so Haider. Zudem sieht er in einer derartige Initiative mitten in der größten Wirtschaftskrise Europas seit dem Zweiten Weltkrieg ein Zeichen von völligem ökonomischem Unverstand.

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„Wolkenkuckucksheim“ EU

„Offensichtlich leben einige meiner Kollegen im ‚Wolkenkuckucksheim‘ völlig abgehoben von der Lebensrealität der Bürger Europas“, stellt Haider, der sich eine solche wahnwitzige Forderung anders nicht erklären kann. Neben der Gefährdung von Millionen von Arbeitsplätzen wird auch die Mobilität der Europäer durch diesen Vorstoß in Frage gestellt. So ist das Ladenetz für die derzeit vielgelobten Elektroautos noch unzureichend ausgebaut, vor allem auch im ländlichen Raum. Zudem stellt sich auch die Frage, woher der Strom für die Fahrzeuge und auch die Rohstoffe für die Batterien kommen soll, ganz zu schweigen von deren Entsorgung.

 

Es reicht‼️Schluss mit den Diktaten‼️Brüssel will jetzt auch unseren Spritverbrauch regulieren…🤦‍♂️➡️ https://www.europarl.europa.eu/doceo/document/A-9-2020-0139_DE.html

Gepostet von Roman Haider am Montag, 14. September 2020

Eisenbahnnetz vernachlässigt

Zudem kritisiert Haider auch die jahrzehntelange Vernachlässigung der Eisenbahn durch die EU. „Die Bahn ist eine erprobte und umweltfreundliche Alternative zu Automobilen. Umso schmerzlicher ist es für mich, dass gerade der Ausbau des innereuropäischen Eisenbahnnetzes durch die EU derartig stiefmütterlich behandelt wird“, so der EU-Parlamentarier, der daher neben einem intensiven Ausbau der Bahn in Europa auch die verstärkte Förderung von Innovationen im Bereich Mobilität und Energiegewinnung fordert. Denn in vielen Ländern der Welt ist die Kohleverstromung noch immer weit verbreitet und trägt zur Zunahme der Emissionen bei. Daher brauche es auch moderne Energiegewinnungsformen und keine weltfremden Forderungen. „Damit können wir wirklich etwas zum Umweltschutz beitragen. Weltfremde Phantasien, die Millionen Arbeitsplätze kosten, werden uns nicht weiterhelfen“, so Haider.

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