Ab 2019: Rechtsabbiegen bei Rot startet in Linz

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An drei Kreuzungen

Ab 2019: Rechtsabbiegen bei Rot startet in Linz

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Ab 1. Jänner 2019 wird es Autofahrern in Linz an mehreren Orten möglich sein, trotz roter Ampel rechts abzubiegen. Das Projekt wird an drei Kreuzungen getestet.

Das Institut für Verkehrswissenschaften der Technischen Universität Wien (TU) wurde vom Verkehrsministerium (bmvit) mit der wissenschaftlichen Begleitung beauftragt.

Innovationen in OÖ

Oberösterreich wird für Verkehrsminister Norbert Hofer (FPÖ) ein weiteres Mal zur Testregion für verkehrstechnische Innovationen. Erst kürzlich startete am 1. August das Pilotprojekt Tempo 140 zwischen Haid und Sattledt (“Wochenblick” berichtete).

Das neue Tempolimit wird aber auch zwischen Melk und Oed in Niederösterreich getestet.

markus hein linz
Der Linzer Infrastruktur-Stadtrat Markus Hein begrüßt das Test-Projekt.

Verkehrsfluss verbessern

In vielen Ländern ist das Rechtsabbiegen bei Rot schon seit Jahrzehnten gängige Praxis: Darunter in den USA, Kanada, Australien, Thailand, aber auch in Europa – wie etwa Frankreich, Polen oder in Teilen Deutschlands. Nun kommt das Modell auch testweise in Linz: Im kommenden Herbst wird dafür die Straßenverkehrsordnung novelliert. Die Laufzeit beträgt vorerst ein Jahr.

Gelten wird die neue Regelung an folgenden Kreuzungen: Weißenwolffstraße/ Garnisonstraße/ Derfflingerstraße/Nietzschestraße im Kaplanhofviertel, an der Wiener Straße/ Ennsfeldstraße in Ebelsberg sowie an der Dornacher Straße/ Johann-Wilhelm-Klein-Straße in St. Magdalena.

Linzer Verkehrs-Stadtrat erfreut

Erfreut über die Maßnahme zeigt sich auch der Linzer Infrastrukturstadtrat Markus Hein (FPÖ): „Das tägliche Stau-Chaos auf den Straßen, gepaart mit den negativen gesundheitlichen Folgen durch die erhöhte Feinstaubbelastung, ist der Linzer Bevölkerung ein Dorn im Auge”. Es seien deshalb alle Maßnahmen willkommen, die der Reduktion von Feinstaubemissionen dienen würden und gleichzeitig den Verkehr möglichst flüssig gestalten würden.

Kritik bezüglich einer erhöhten Gefahr für Fußgänger weist Hein zurück: „Jedes einzelne Fahrzeug muss trotzdem an der Haltelinie anhalten und sich vergewissern, dass andere Verkehrsteilnehmer nicht behindert oder gefährdet werden. Zudem wird jede Kreuzung, bevor sie mit einem Grünpfeil ausgestattet wird, auf die entsprechende Tauglichkeit untersucht.“

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