Baerbock und die „Fressefreiheit“: Kritik an der Außenministerin unerwünscht?

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Wahrheitswidrige Berichterstattung über peinlichen Auftritt in Russland

Baerbock und die „Fressefreiheit“: Kritik an der Außenministerin unerwünscht?

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Ein Politiker, der Inhalte seines Wollens nicht artikulieren kann, hat es in der Regel schwer. Mit Ausnahme von Annalena Baerbock. Zumindest was die deutschsprachige Einheitspresse angeht, kann sich die deutsche Außenministerin offenbar jeden Fehltritt erlauben, die Mainstreampresse macht trotzdem einen Erfolg daraus. Aber der Bürger wird immer kritischer – zurecht! 

Von Achim Baumann

Es sind Bilder wie jene aus Moskau, die den einfachen Zuschauer fragen lassen, ob Annalena Baerbock wirklich die ideale Besetzung für den international hochanerkannten Posten des deutschen Außenministers ist. Auf der Pressekonferenz anlässlich des nun erfolgten Antrittsbesuchs in Moskau und nach Gesprächen mit ihrem russischen Amtskollegen Lawrow gab sie vor etlichen Journalisten und Fernsehkameras eine rund dreiminütige Stellungnahme ab, die sie von einem Blatt ablas. Die Rede war kaum verständlich, kein Wunder, etwa 20 zum Teil schwere Lesefehler machten es schwierig, der ehemals selbsterklärten Völkerrechtlerin zu folgen. Höhepunkt war das Wort „Fressefreiheit“, welches sie anstatt „Pressefreiheit“ von sich gab.

Mainstreampresse schweigt und lobt

“Die deutsche Außenministerin brachte ihre Lawrow-Premiere hinter sich. Baerbock tat das souverän, was nicht selbstverständlich ist, bedenkt man die Lust des russischen Chefdiplomaten, seine Gäste zu belehren oder gar vorzuführen“, meldet etwa der Spiegel. Die Süddeutsche schreibt: “Ein kluger Auftritt der Außenministerin. In Moskau zeigt sich Annalena Baerbock gut vorbereitet: Sie rückt Behauptungen gerade, lässt sich nicht überrumpeln und bezieht klar Stellung – ohne einen Affront zu provozieren.“ Ob Fernsehen, Printmedien oder Radio, Annalena Baerbock wird in höchsten Tönen gelobt. „Klug, souverän, erfolgreich“ bringt es beispielsweise t-online auf den Punkt. Manche Medien schreiben vom bestandenen Stresstest. Welcher Stresstest? Und wie ist die völlig unterschiedliche Bewertung des Auftritts zu erklären?

Wahrheitswidrige Berichterstattung

Letztlich las Baerbock vom Papier ab – und das allenfalls so gut wie eine Vorschülerin. Die Außenministerin mit der offensichtlichen Leseschwäche hatte eine dicke Mappe mit vorbereiteten Zetteln, die vermutlich von ihren Stäben im diplomatischen Corps ausgearbeitet wurden. Dann saß noch der deutsche Botschafter in ihrer Nähe, um im Bedarfsfall auszuhelfen. Ihr individueller Gesprächsanteil bestand an dem üblichen diplomatischen und zahnlosen Balzritual. Was daran „souverän“ (Der Spiegel), „gut vorbereitet“ (Süddeutsche), „angstfrei“ (Tagesspiegel) sein sollte, ist das Geheimnis der genannten Medien. Den Vogel schoss der Kölner Express ab, der schrieb: „Sorgfältig betont sie fast jedes Wort. Immer wieder liest sie zentrale Passagen vom Manuskript ab. Ruhig, klar und deutlich.“ Wer das Video gesehen hat, fühlt sich indes in einem anderen Film.

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Baerbock: Ikone der Mainstream-Medien

Trotzdem Baerbock des Plagiats überführt wurde, ihr Lebenslauf nach rund einem Dutzend Korrekturen bis heute nicht korrekt ist, sie zugeben musste, Einnahmen nicht ordnungsgemäß versteuert zu haben, scheint sie teflongleich in den Mainstreammedien nichts falsch machen zu können. Kein Wunder, gilt sie für diese nach wie vor als Ikone des gesellschaftlichen Umbruchs – ganz gleich, ob sie von ausländischen Regierungen für nicht ganz ernst genommen wird. Auch ihr schlechtes und bemüht wirkendes Englisch ist kein Englisch, das man eigentlich von zwei Jahren Studienaufenthalt in Großbritannien erwarten müsste.

Völkerrechtlerin? Reinster Etikettenschwindel!

Ein Beispiel für die einseitige, parteiische und unreflektierte Behandlung von Baerbock ist die Tatsache, dass sie von zahlreichen großen Medienhäusern nach wie vor als Völkerrechtlerin bezeichnet wird, was man aufgrund der Tatsache, dass sie bis heute keinen akademischen Abschluss in Deutschland vorzuweisen hat, als Etikettentäuschung bezeichnen muss. Da mutet es befremdlich an, wenn Baerbock in Moskau auf der Pressekonferenz süffisant versuchte festzustellen, dass es in Deutschland keinen staatlichen Rundfunk gebe. Der russische Außenminister hatte zuvor kritisiert, dass dem Sender RT in Deutschland eine TV-Zulassung verweigert wird. Fest steht nämlich: Der öffentlich-rechtliche Rundfunk und die restlichen Mainstreammedien in Deutschland sind staatsnaher, einseitiger und einheitlicher als in manchem autoritären politischen System – und besonders auch Baerbock-höriger…

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