BILD-Zeitung: SPÖ wird Wahldesaster erleben

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Silberstein-Schmutzkübel-Kampagne Thema in BRD

BILD-Zeitung: SPÖ wird Wahldesaster erleben

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Jetzt berichtet auch schon die deutsche „Bild-Zeitung“ über die Schmutzkübel-Affäre um Bundeskanzler Christian Kern und seinen israelischen Ex-Berater Tal Silberstein. Die SPÖ werde bei der „Ösi-Wahl“ ein Desaster erleben, Schwarz-Blau sei schon fix. Begeistert ist „Bild“ darüber nicht – man fürchtet schärfere Töne in der Flüchtlingspolitik.

Ein Beitrag von Kornelia Kirchweger

Derweil rollen in der SPÖ weiter die Köpfe: Nach dem Rücktritt von Kerns Wahlkampfleiters Georg Niedermühlbichler ist gestern auch der SPÖ-Mitarbeiter Paul Pöchhacker, „suspendiert“ worden. Eine andere Mitarbeiterin ist verschwunden. Täglich landen bei gewissen Medien weitere unglaubliche Details über die Facebook-Affäre. Pöchhacker ist übrigens kein unbeschriebenes Blatt. Er hat im Präsidentschaftswahlkampf das „Krüppellied“ von Helmut Qualtinger getwittert – mit persönlicher Widmung an Norbert Hofer.

Der „Ich weiß von Nichts“-Kanzler

Kern behauptete – wie so oft – nicht gewusst zu haben, dass Silberstein hinter den beiden Fake-Facebook-Seiten „Wir für Sebastian Kurz“ und „Die Wahrheit über Sebastian Kurz“ stehe. Vielmehr wurden sie ÖVP und FPÖ zugeordnet, was auch Sinn der Sache war. Silberstein eilte ihm jetzt zu Hilfe – im „News“-Interview sagte er, der Kanzler habe tatsächlich nichts gewusst. Lustig, dass laut Wolfgang Fellner von „Oe24“ das Interview von Kanzlerseite eingefädelt wurde. Da hat man wohl zur Schadensbegrenzung ordentlich Druck gemacht – und: man ist offenbar noch mit Silberstein in Kontakt, was Kern im ORF bestritt.

Der Kanzler hat offenbar völlig den Überblick verloren: Wie kann es sonst sein, dass ein „Sonderkommando Schmutzkübel“ wochenlang an Kern und an Teilen der SPÖ vorbeiarbeitet? Ein nach sonderbaren Kriterien zusammengestelltes Team macht, was es will und lässt zwei Wochen vor der Wahl die Bombe hochgehen. Alles nur reiner Zufall?

Steckt Silberstein-Fehde mit Soros dahinter?

Warum aber will Silberstein, der das Ganze ausheckte, den Kanzler de facto stürzen bzw. der SPÖ massiv schaden? Steckt da vielleicht ein anderer Konflikt dahinter? Ist Kern gar zwischen die Fronten einer Fehde zwischen dem Team Silberstein/Steinmetz und dem US-Investor, Spekulanten und Migrationsbefürworter George Soros geraten?  Silberstein hat diesen Konflikt mit Soros offen zugegeben – es geht dabei um milliardenschwere Diamantschürfrechte in Afrika.

Vielleicht hat den beiden das Treffen zwischen Kern und Soros-Sohn Alexander im Juli nicht gefallen. Worüber geredet wurde, ist nicht bekannt. Es wurde publik, weil Soros jun. das auf Instagram postete.

Was aber besonders auffällt: Kern bekräftigte in mehreren ORF-Auftritten ganz offen seine Freundschaft zu Soros und äußerste sich – im Gegensatz zu früher – eher abfällig über Silberstein. George Soros ist übrigens der Erfinder des EU-Türkei-Deals, der die Migrationsströme gezielt nach Europa lenken soll. Wie spanische Medien jetzt berichten, soll er auch die in die katalonische Unabhängigkeitsbewegung verstrickt sein.

Wer hat’s gezahlt?

Was kostete die „Aktion Schmutzkübel“? Laut Silberstein 100.000 Euro, die er aus seinem – mit Kern vereinbarten – Jahres-Berater-Gehalt von 400.000 Euro bezahlte. Kern sagte davor: er könne sich die Finanzierung der Facebook-Seiten nicht erklären. Medien sprachen davor sogar von 500.000 Euro. Als mögliche Finanziers fielen illustre Namen, die alle mit Ex-Bundeskanzler Alfred Gusenbauer bzw. Silberstein verbunden sind. Etwa Immobilieninvestor René Benko und dessen Signa, wo auch Gusenbauer involviert ist. Er brachte Silberstein ja zu Kern. Signa dementierte. 

Genannt wird auch der heimische Holzindustrielle Schweighofer. Auch er dementiert. Bestätigt wird aber, dass Silberstein für ihn in Rumänien mit seinen guten Kontakten zu höchsten Regierungskreisen behilflich war. Zum Monatsgehalt von 35.000 Euro. So konnte etwa Schweighofer erfolgreich in Bukarest gegen ein Gesetz intervenieren, das ihm, als größter Holzverarbeiter Rumäniens, schwer geschadet hätte.

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