Bizarrer Prozess: EU-Urheberrecht könnte Deutsch-Verbot zur Folge haben

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Gesetzeslücken tun sich auf

Bizarrer Prozess: EU-Urheberrecht könnte Deutsch-Verbot zur Folge haben

Konrad Duden hat die EU im Visiser. Das neue Urheberrecht stattet ihn bzw. seine Erben mit neuer Macht aus!
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Die umstrittene – im EU-Parlament durchgewunkene – Urheberrechts-Reform sorgt nun für juristisch heikle Grauzonen. Die Verwendung der deutschen Sprache für Werbe- und Geschäftszwecke könnte auf dem Spiel stehen.

Eine juristische Lücke in dem vorschnell entschiedenen Urheberrechts-Gesetz macht nun den Weg frei für eine Klage der amerikanischen Unternehmerin und Autorin Birgit-April Duden. Die Urur-Enkelin des berühmten Konrad Duden ließ bereits rechtliche Schritte einleiten um den „Duden“ urheberrechtlich besser abzusichern.

Juristen sind besorgt

Da der Duden ein Verzeichnis aller deutschen Wörter beinhaltet, kann sie sich nun die deutsche Sprache urheberrechtlich schützen lassen. Der bizarre Fall stellt Rechts-Experten sowie Sprachwissenschaftler vor ein heikles Thema.

Fachjuristen weisen darauf hin, dass der Duden zwar bereits 1880 erstmals erschien, jedoch jedes Jahr neu aufgelegt wird und somit ein urheberrechtlich neu zu bewertendes Werk darstellt. Daher könnte der Schutz der deutschen Sprache sehr wohl durchgehen.

Schon im Vorfeld der Urheberrechtsreform warnten viele Juristen vor gefährlichen Fallen. Auch Datenschützer und Netz-Aktivisten befürchten, dass geplante Uploadfilter das Ende des freien Internets in der EU darstellen könnten.

Grammatik bleibt unberührt

Für den privaten Gebrauch werde Deutsch auch weiterhin frei zugänglich und legal bleiben. Mit dem urheberrechtlich geschützten Werk, sowie den Inhalten des „Duden“ – also aller deutschen Wörter – dürfte ohne kostspielige Lizenzen aber keine Werbung gemacht werden. Auch für die gewerbliche Nutzung würden hohe Gebühren anfallen.

Der deutsche Konrad-Duden-Stiftung, seien die Hände gebunden. „Man muss nun die Rechtsprechung des EuGH abwarten und dann weitere Schritte erörtern.“ Die deutsche Grammatik, bleibt von dem Prozess aber unberührt, versucht man zu beruhigen.

Ein möglicher Ausweg wäre eine komplette Rechtschreibreform, in der jedes deutsche Wort leicht verändert werden würde. Im Gespräch waren bereits Ideen wie, über jeden Buchstaben Hatscheks zu setzen, was die Leserlichkeit jedoch sehr einschränken würde.

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