Brandheißer Aufruf: Pamela Anderson fordert Amnestie für Assange

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Brandheißer Aufruf: Pamela Anderson fordert Amnestie für Assange

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Den meisten Kinder und Erwachsenen der 90er Jahre ist Ex-Serienstar Pamela Anderson vor allem als schwimmende Lebensretterin im adretten roten Badeanzug in der Sendung “Baywatch” ein Begriff. Seit Jahren engagiert sich die Mimin bereits politisch für Themen die ihr wichtig sind, etwa für Tierschutz. Nun gab sie sich zum wiederholten Mal obrigkeitskritisch. 

Denn in sozialen Medien forderte sie US-Präsident Donald Trump dazu auf, dem WikiLeaks-Gründer Julian Assange eine Amnestie zu erteilen. Seitdem der investigative Journalist mehrere pikante Leaks aus geheimen US-Dokumenten publizierte, fordern die USA seine Auslieferung, die Verfolgungsversuche begannen schon während der Amtszeit von Barack Obama. Derzeit befindet er sich in Großbritannien in Untersuchungshaft.

Assange wartet in Großbritannien auf Auslieferung

Über Jahre war er der Strafverfolgung entkommen, indem er in die Botschaft Ecuadors in London floh und dort politisches Asyl annahm. Das lateinamerikanische Land hielt auch lange seine schützende Hand über den Whistleblower. Nach einem späteren Machtwechsel suchte man dort allerdings nach einem Vorwand, um ihn aus dem Botschaftsasyl zu entlassen – und fand ihn schließlich.

Auf der Insel wartet er nun auf seine mögliche Auslieferung in die Vereinigten Staaten, wo ihm bis zu 175 Jahre Haft drohen. Die Entscheidung steht derzeit für den 4. Jänner 2021 aus – zu diesem Zeitpunkt ist unabhängig des Ausgangs seiner Gerichtsprozesses gegen die vorläufige rechnerische Wahlniederlage noch Donald Trump Präsident.

Assange spielte pikante Clinton-Dokumente

Weil Assange vor vier Jahren im Wahlkampf pikante Dokumente spielte, welche Hillary Clinton schwer belasteten, könnte das Klima nach einer allfälligen Machtübernahme von deren Parteikollegen Joe Biden für Assange noch rauer werden. Er warf ihr vor, für sinnlose Kriege verantwortlich zu sein. Die Vorwürfe betrafen ihre Tätigkeiten als Außenministerin als Biden gerade Obamas Vizepräsident war…

Die Crux mit dem Amnestierecht

Genau dort liegt aber der Hund begraben: Denn neben dem jährlichen Thanksgiving-Pardon üben US-Präsidenten ihr Amnestierecht in der Regel erst kurz vor Ende ihrer Amtszeit aus. Wiedergewählte Staatsoberhäupter lassen sich dabei für besonders umstrittene Haftentlassungen oft bis zum Ende ihrer zweiten Amtsperiode Zeit, um der öffentlichen Debatte zu entkommen.

Eine frühe Amnestie für Assange würde die Öffentlichkeit also als Zeichen deuten, dass Trump seinen Gegnern quasi den Wahlsieg zugestehe. Dazu ist der Amtsinhaber derzeit aufgrund von Auffälligkeiten bei der Stimmabgabe in mehreren Bundesstaaten allerdings derzeit noch nicht bereit, es laufen mehrere Gerichtsverfahren. Rein rechtlich hat er das Amnestierecht freilich zu einer beliebigen Zeit in seiner Amtszeit.

Anderson befürwortete bereits Gelbwesten-Proteste

Es ist übrigens nicht das erste Mal, dass die im Irrglauben vieler als schlichtes Sternchen verrufene Anderson mit einer starken kritischen Aussage aufhorchen lässt. Auch als in Frankreich die Gelbwesten gegen unbeliebte Steuer- und Spritpreiserhöhungen auf die Straße gingen und deren Protest in weiterer Folge immer mehr in Fundamentalkritik an allem, was in ihrem Lande falsch läuft mündete, stellte sich Anderson auf deren Seite.

Damals sagte sie öffentlich: “Ich hasse Gewalt, aber was ist diese Gewalt all dieser Menschen und was sind brennende Luxusautos im Vergleich mit der strukturellen Gewalt der französischen – und globalen – Eliten?” Mit diesem Ausspruch dürfte das Sexsymbol No.1 der 90er-Jahre gleichzeitig bei linken wie auch bei rechten Dissidenten einige Zustimmung erhalten haben.

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