Deutschland holt somalische Migranten per Direktflug ins Land

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Erste Gruppe landete bereits in Kasssel

Deutschland holt somalische Migranten per Direktflug ins Land

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Im Rahmen des UNO-Umsiedlungsprogrammes kommen somalische Migranten jetzt per Direktflug nach Deutschland. Und zwar aus Äthiopien, wo sie in Flüchtlingslagern untergebracht waren. Die Internationale Organisation für Migration (IOM), eine der UNO angeschlossene Organisation, verkündete stolz: der überhaupt erste UNO-Charterflug, der afrikanische Migranten direkt nach Deutschland bringt – weitere Flüge werden folgen.

Nächste Gruppe im November

IOM Äthiopien stellte dazu einen Film von der Ankunft der Migranten am Flughafen von Kassel auf Twitter. Dort heißt es: „Es ist vollbracht! Der erste UNO-gecharterte Flug von Äthiopien, mit 154 Flüchtlingen, die von Addis Ababa nach Kassel kamen – im Rahmen des Deutschen Umsiedlungsprogrammes“. „Ein zweiter Flug wird Mitte November mit weiteren 220 Flüchtlingen starten“.

Sicherer Transport

Das IOM-Verbindungsbüro in Äthiopien präzisierte in einer Pressemeldung: Die somalische Gruppe komme aus den Flüchtlingslagern in Jijiga und Dolo Ado in Süd-Äthiopien. Es seien 63 (junge) Männer und 91 Frauen, davon 47 Minderjährige. In Summe sollen vorläufig 500 Menschen umgesiedelt werden. Eine Vertreterin von IOM Äthiopien meinte: es sei wichtig, mit der Bereitstellung eines sicheren Transportes für eine reibungslose Umsiedlung zu sorgen.

AfD-Anfrage: 30 Prozent der Asylwerber per Direktflug

Eine parlamentarische Anfrage der AfD (Alternative für Deutschland) im Vorjahr deckte auf, dass fast 30 Prozent der „Asylwerber“ in Deutschland per Flugzeug ankamen. Die UNO ist bestrebt, Migranten generell mehr sichere Transportwege bereitzustellen.

Afrika neue Drehscheibe für Direkt-Umsiedlungen

Die „Umsiedlung“ von Migranten aus afrikanischen Flüchtlingslagern erfolgt auch im Rahmen des „ETM“ oder „Notfall-Transit-Mechanismus“ der UNO. Dabei dienen afrikanische Staaten als Drehscheibe für Migranten, die etwa in Libyen festsitzen. Die UNO bringt sie von dort z.B. nach Ruanda oder Niger. Sie sollen dann auf Drittländer – nach Europa, USA und Kanada aufgeteilt werden, wenn sie nicht in ihre Heimat zurück wollen. Ruanda nahm kürzlich 500 Menschen im ETM-System aus Libyen auf und will weitere beherbergen. Seit 2017 landeten auf diese Weise 2.900 Flüchtlinge in Niger. Über das ETM-Zentrum in Rumänien kamen 425 Menschen in europäische Länder.

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