Energiepreise auf Rekordniveau: Wirtschaftskrise nimmt an Fahrt auf

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Energiepreise auf Rekordniveau: Wirtschaftskrise nimmt an Fahrt auf

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Die Inflation ist nicht mehr wegzureden. Im Oktober erreichte sie einen Spitzenwert von 3,7 Prozent. Sang- und klanglos werden die Preise nun erhöht. Der Anstieg der Energiepreise nimmt enorme Ausmaße an. Bei den Spritpreisen ist an ein Auto mit Verbrenner-Motor bald nicht mehr zu denken. Mitarbeiter der Europäischen Zentralbank fordern für sich sogar die Erhöhung ihrer Gehälter – als Inflationsausgleich. Der „Durchschnittsbürger“ wird mit einer derartigen Forderung nicht weit kommen. Müssen wir uns bald sogar zwischen Essen und warmer Wohnung entscheiden?

  • Inflation 3,7 Prozent
  • Energiepreise um 23 gestiegen
  • Heizöl und Tanken viel teurer
  • Importkosten von Öl und Gas höher
  • Stromkosten steigen weiter

Im Vergleich zum Vorjahr sind die Energiepreise um satte 23 Prozent gestiegen. Eine Entwicklung, die nur der Vorbote für eine nicht mehr aufzuhaltende Teuerung sein könnte. Betrachtet man die Entwicklung der einzelnen Energieträger, wird die Drohung von WEF-Chef Klaus Schwab: „Sie werden nichts besitzen!“ nun zunehmend wahr. Alleine das Heizöl schaffte im letzten Jahr einen Anstieg um horrende 60,8 Prozent, im vergangenen Monat um glatte 12,3 Prozent. Dieser Anstieg sei laut der Österreichischen Energieagentur vor allem ein Abbild höherer Importkosten von Öl und Gas. Diese würden alleine im heurigen Jahr um 6 Milliarden ansteigen und damit zum Vorgleich vom Vorjahr von 4 Milliarden insgesamt voraussichtlich 10 Milliarden Euro ausmachen.

Tanken und Heizen bald Luxus

Bereits im September war mit einem Zuwachs des Energiepreisindex das “Rekordniveau” von 2012 erreicht. Ein Anstieg ist weiter zu erwarten. Besonders Heizöl und Erdgas würden da hervorstechen. Bezahlbares Tanken dürfte ebenso wie leistbares Heizen bald der Vergangenheit angehören. Der Diesel stieg im Vergleich zum Vorjahr um 34,8 Prozent, allein nur im Monat September 2021 bis Oktober 2021 um 7,5 Prozent. Die Preise bei Superbenzin waren um 29,4 Prozent höher als im Vorjahr und um 3,9 Prozent höher als noch im September 2021. Die Gaspreise lagen für die Haushalte um 15,6 Prozent über dem Vorjahrswert, im Vergleich zum Vormonat seien sie um 3,5 Prozent gestiegen.

Strompreise sollen weiter ansteigen

Aber auch die Strompreise sind enorm gestiegen. Bisher bereits um gute 10 Prozent. Insbesondere die Strompreisentwicklung im europäischen Großhandel sei für diesen Anstieg verantwortlich. Grund dafür sollen die stark gestiegenen Gaspreise sein. Ein Ende des Preisanstiegs dürfte aber nicht in Sicht sein. Denn ab Jänner 2022 ist bei Strom ein Preisschub angekündigt. Vorerst hätten die drei Unternehmen EVN, Wien Energie und Energie Burgenland die Anhebung der Strompreise ab dem 1. Jänner 2022 verlautbart. Ein Nachziehen der anderen Stromlieferanten sei zu erwarten. Die festen Brennstoffe, wie Brennholz und Pellets, aber auch Fernwärme liegen mit ihrem Preisanstieg im unteren Drittel. Im Jahresvergleich verzeichnet Brennholz einen Anstieg um 8,3 Prozent, Fernwärme um 3,4 Prozent und Pellets stiegen im Vergleich zum Vorjahr um 1,8 Prozent, so im Energiepreisindex der Österreichischen Energieagentur nachzulesen.

EZB-Mitarbeiter fordern Inflations-Anpassung ihrer Löhne

Deutschen Medien ist zu entnehmen, dass Mitarbeiter der Europäischen Zentralbank (EZB) eine Anpassung ihrer Löhne an die Inflationsrate fordern. Auch, wenn durch die EZB eine mittelfristige Inflationsrate von 2 Prozent angestrebt werde, könnten die Preise in Deutschland ebenso weiter steigen. Die Inflation könnte noch heuer um sechs Prozent ansteigen. Mit Sitz in Deutschland seien viele der EZB-Mitarbeiter davon betroffen. Ihre Gehälter müssten vor der Inflation geschützt werden. Die Anpassung der Gehälter an die Inflationsrate sei deshalb die Forderung der EZB-Mitarbeitergewerkschaft. Die von der EZB vorgeschlagene Erhöhung um 1,3 Prozent sei laut Gewerkschaft nicht ausreichend – der Unterschied zwischen der minimalen Gehaltserhöhung und den höheren Lebenserhaltungskosten werde zu einem dauerhaften Kaufkraftverlust führen.

EZB schütze eigene Mitarbeiter nicht vor Inflation

Eine Koppelung der Lohnzuwächse an die Inflation in Deutschland oder der Eurozone werde gefordert. Die EZB-Präsidentin Lagarde und andere politische Entscheidungsträger würden in diesem Indexierungssystem aber ein Problem sehen – die Löhne könnten zu schnell steigen und die Preise sich dauerhaft erhöhen. Sie stellen die Abkehr von diesem Anpassungssystem als Verbesserung dar. Laut Gewerkschaft würde die Geldpolitik der EZB bei der Inflation eine Rolle spielen, nicht aber die Anpassung der Mitarbeiter-Löhne. “Sie würden ihre eigenen Mitarbeiter nicht gegen die Auswirkungen der Inflation schützen!”, soll es in einem Mitarbeiter-Schreiben heißen. Ein Schelm, der Böses dabei denkt.

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