Griechenland versinkt immer mehr im Asyl-Chaos!

Migrationsminister fordert EU-Zwangsquoten

Griechenland versinkt immer mehr im Asyl-Chaos!

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Das sozialistisch regierte Griechenland kann den anhaltenden Strom illegaler Zuwanderer auf den Inseln und am Festland kaum mehr bewältigen. Griechenland stoße an seine Grenzen, die Asylwerber sollen verpflichtend auf alle EU-Staaten verteilt werden, fordert deshalb der griechische Migrationsminister.

Ein Beitrag von Kornelia Kirchweger

Invasion am Landweg über türkische Grenze

Während Italiens rechter Innenminister, Matteo Salvini, die illegale Zuwanderung in nur einem Jahr drastisch reduzierte, steigt sie unter den Sozialisten in Griechenland dramatisch an: von 36. 310 Personen im Jahr 2017 auf 50.511 Menschen im Vorjahr, belegen Zahlen der UNO. Besonders krass: Die Zahl der illegal auf dem Landweg über die türkische Grenze nach Griechenland Zugewanderten wuchs im Vorjahr gar um 284 Prozent!

Minister lehnt Grenzschutz ab

Der linke Einwanderungsminister Dimitris Vitsas lehnt aber eine „Festung Europa“ – und damit einen wirksamen Grenzschutz – strikt ab. Die Ankommenden wollen doch nur ein besseres Leben in Europa. Man hätte viel mehr tun müssen, um die Armut in den Herkunftsländern zu bekämpfen. Griechenland stoße jetzt aber bald an seine Grenzen: das Land könne maximal 20.000 Asylansuchen pro Jahr behandeln bzw. nicht mehr als 12.000 Asylwerber pro Jahr in die Gesellschaft integrieren. Man müsse auch bedenken, dass die Arbeitslosenrate in Griechenland bei 18 Prozent liege.

Solidaritäts-Union als Schutz vor „dunklen Kräften“

Vitsas fordert deshalb von Brüssel ein für alle EU-Staaten verpflichtendes Umverteilungsschema für Asylwerber, sonst müssen Erst-Ankunftsländer, wie Griechenland, die ganze Last tragen. Die EU müsse eine Solidaritäts-Union bei der Aufnahme von „Flüchtlingen“ werden. Gelinge das nicht, würden die „dunklen Kräfte“ des Rechtsextremismus bei der EU-Wahl im Mai Aufwind bekommen.

Samos: Täglich landen Schlepperboote

Samos könnte jetzt das neue „Lesbos“ werden. 4000 Asylwerber leben dort in einem heillos überfüllten Camp. Weil Schlepper täglich neue Boote in den Hafen Vathy bringen, breiten sich provisorische Zeltstädte aus: 1.500 Migranten leben da im Müll und neben offenen Latrinen. Fast ein Viertel davon sind Kinder, zwei Drittel davon unbegleitet. Im Februar protestierten 500 afrikanische Migranten lauthals auf der Straße: „Samos ist nicht gut“. Dermaßen unter Druck gesetzt, kündigte Vitsas jetzt an, mindestens 2.000 Personen von Samos aufs Festland zu bringen. Auf den fünf Inseln Lesbos, Chios, Samos, Leros und Kos warten etwas mehr als 15.000 Asylwerber in „Empfangszentren“ auf die Bearbeitung ihrer Asylanträge.

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