Integration: Anschober übt scharfe Kritik an Regierungsplänen

Integrationsoffensive 2018

Integration: Anschober übt scharfe Kritik an Regierungsplänen

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Integrationslandesrat Rudi Anschober übt scharfe Kritik an der Schwarz-Blauen Regierung und sieht seine Integrationsarbeit gefährdet.

Bei der Präsentation der Integrationsoffensive für 2018 teilte Anschober heftig in Richtung Bundesregierung aus.

Bisher stellte Oberösterreich für Anschober eine Modellregion in Sachen Integrationspolitik dar.

Diesen Erfolgsweg sieht er durch die bereits beschlossenen Verschärfungen und die weiteren Pläne der Bundesregierung akut bedroht.

Tschetschenen besser integrieren

Manche Veränderungen wären nicht nur integrationsfeindlich sondern würden, laut Anschober, auch mehrere Millionen Euro verschwenden.

Als Schwerpunkte sollen 2018 eine Integrationsoffensive für (schon länger hier lebende) Tschetschenen, Fortsetzung von Deutschkursen, Ausbildung und Qualifizierung sowie Arbeitsmarktintegration von Migranten umgesetzt werden.

Scharfe Kritik äußert er gegenüber der neuen Bundesregierung und, dass im Integrationskapitel Migration als “ausschließlich negativ, riskant, voller Probleme und Bedrohungen dargestellt” wird.

Geldleistungen erhalten

Im Gegenzug nennt Anschober die positiven Effekte wie etwa den Zuzug von Pflegekräften oder Lehrlingen in Mangelberufen.

Konträr zum neuen Regierungsprogramm beharrt Anschober auf einer dezentralen Verteilung von Flüchtlingen in Privatwohnungen und keine zentrale Unterbringung in Heimen.

Auch mit den Plänen zum völligen Umstieg auf Sachleistungen statt Geldleistungen für Asylwerber geht er scharf ins Gericht. Das Taschengeld sei wichtig um Selbstständigkeit, den Kontakt zur Bevölkerung und Verantwortung zu erhalten.

Gespräche mit Regierung

Ein weiteres Problem sieht er in der Aufteilung von normalen Schulklassen und eigenen Klassen für Flüchtlinge, möchte deren Ausgrenzung verhindern.

Anschober will sich als Vorsitzender der der Integrationsreferent/innenkonferenz mit den zuständigen Bundesministern in Verbindung setzen.

“Integration ist ein Grunderfordernis für unsere Gesellschaft, unter Integrationsfehlern –
wie in den vergangenen Jahrzehnten teils passiert – leidet die gesamte Gesellschaft, von gelungener Integration profitieren alle”, stellt Anschober abschließend fest.

 

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