Kurz muss zittern: Jetzt redet Meinungsforscherin Beinschab

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Knalleffekt in Inseraten-Affäre der ÖVP

Kurz muss zittern: Jetzt redet Meinungsforscherin Beinschab

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In der Korruptionsaffäre rund um mutmaßlich getürkte Umfragen sowie Berichte im Sinne der Kurz-ÖVP und Inserate als Gegenleistung überschlagen sich die Ereignisse. Jetzt muss Kurz zittern, denn die Meinungsforscherin von “Research Affairs”, Sabine Beinschab,  wird offenbar als Kronzeugin aussagen. Das geht aus der Rechtsbelehrung des Polizeiberichtes hervor.

  • Zittern bei der ÖVP: Beinschab wird Kronzeugin
  • Beinschab nach Löschung von Chats wegen Verdunkelungsgefahr festgenommen
  • Wegen Einwilligung zur Zusammenarbeit mit WKStA wieder auf freiem Fuß
  • Stillschweigen um Ermittlungen nicht zu gefährden; kein Kontakt zu übrigen Beschuldigten erlaubt

War bei Ibiza nicht der Hauch einer Unschuldsvermutung zu vernehmen, könnte man bei Kurz und Co. ein Trinkspiel daraus machen. Doch lange wird diese wohl nicht mehr halten. Jetzt muss Kurz zittern. Denn Beinschab packt aus. Es ist ein Paukenschlag! Was bislang nur eine Vermutung war, wie Wochenblick berichtete, scheint sich nun zu bestätigen: Das Schweigen ist vorbei.

Chats gelöscht: wegen Verdunkelungsgefahr festgenommen

Nach ihrer Festnahme wegen Verdunkelungsgefahr soll Beinschab im Zuge ihrer Einvernahme am 13. Oktober, sich dazu bereit erklärt haben, als Kronzeugin zur Aufklärung der Inseratenaffäre beizutragen, wie Medien berichten. Vor ihrer Festnahme soll Beinschab noch einige Chats gelöscht haben. Wegen Verdunkelungsgefahr wurde sie daher festgenommen. Insgesamt wird seitens der Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) gegen zehn Personen in diesem Fall wegen Untreue und Bestechlichkeit bzw. Bestechung ermittelt. Es gilt die Unschuldsvermutung.

Beinschab hat Kronzeugen-Status beantragt

Den Berichten zufolge hat sich Beinschab mit ihrer Anwältin mehrfach beraten. Aus der Rechtsbelehrung des Polizeiberichts geht hervor, dass Beinschab offensichtlich den Kronzeugenstatus beantragt hat. Vor allem die Passage im Bericht, dass sie bereit sei, „freiwillig ihr Wissen über Tatsachen und/oder Beweismittel zu offenbaren, deren Kenntnis wesentlich zur umfassenden Aufklärung einer in der Kronzeugenregelung genannten Straftat beiträgt, und über ihren eigenen Tatbeitrag hinaus zu fördern“, lässt eigentlich nur diesen Schluss zu.

Stillschweigen und kein Kontakt zu anderen Beschuldigten

Beinschab wurde auch darüber belehrt, dass sie nur Anspruch auf die Kronzeugenregelung hat, wenn sämtliche Voraussetzungen dafür erfüllt sind. Um die weiteren Ermittlungen aufgrund ihrer Aussagen nicht zu gefährden, wurde mit Beinschab Stillschweigen vereinbart. Weiters habe sie zugesagt, jeden Kontakt zu den übrigen Beschuldigten zu unterlassen und an der Aufklärung des Falles mitzuwirken.

Für Sebastian Kurz sind das wohl keine guten Nachrichten, denn Beinschab spielte mit ihrer Firma „Research Affairs“ offenbar eine zentrale Rolle in der Inseraten-Causa rund um getürk(is)ten Umfragen, die Kurz-ÖVP und dem Medienunternehmen „Österreich“ von Wolfgang und Helmuth Fellner.

Verdunkelungsgefahr wegen Zusammenarbeit nicht mehr gegeben

Aufgrund dieser „geständigen Verantwortung“ wurde Beinschab noch am 13. Oktober um 17:40 Uhr aus der Haft entlassen, da der Haftgrund der Verdunkelungsgefahr nun nicht mehr bestand. Ein Kommentar der Anwältin Beinschabs liegt derzeit nicht vor.

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