Kurz unter der Lupe betrachtet

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Trotz Trickkiste war es knapp

Kurz unter der Lupe betrachtet

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Kurz über Kurz nachgedacht: Die 31,5 Prozent sind ja in Ordnung, Applaus und Aufmerksamkeit sind dem Jungspund sicher. Europaweit und darüber hinaus.

Kommentar von Georg M. Hofbauer

Er wird vermutlich zum jüngsten Regierungschef weltweit. Ausgenommen irgendwelche Prinzen in afrikanischen oder arabischen Ländern, aber die haben sicherlich etwas andere Strukturen.

Doch zurück zur Kurzgeschichte: Der neue Kanzler wurde übrigens von der Zeitung „Der Standard“ bei seinem Eintritt in die Regierung, so mit Mitte Zwanzig, in Grund und Boden geschrieben. Begründung: Zu jung.

Ich lobe mir die sicherlich „nie ausgrenzende oder vorverurteilende“ Art dieses lachsen, sorry lachsfarbenen Blattes. Vorsicht Ironie mit Sarkasmus-Tendenz.

Doch trotz aller Euphorie: Der Blick in den Rückspiegel, in die Geschichte, macht den Erfolg auch wieder ein wenig relativ, oder besser: relativiert ihn. 42,3 Prozent hatte Wolfgang Schüssel im Jahr 2002 erreicht. Alle Achtung.

Und DAS ohne Neuaufstellung in Türkis, ohne Umdeutung zur Bewegung und bei einem nicht so ganz slim-fitten Gegner, dem heutigen Groß-Kapitalisten Gusenbauer Alfred. Auch OHNE das tiefe Dirtycampagning-Tal, durch das die kerngeschmolzene SPÖ zu hatschen hatte.

Wenn Sebastian Kurz ehrlich zu sich selbst ist: Dann weiß er, dass es knapp war, mit allen Tricks der Politik-Kiste die Nase zuletzt doch noch vorne zu haben. Denn eine zweite Neuaufstellung der türkisen Alt-ÖVP wird ihm keiner mehr abkaufen.

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