Linz: Sicherheitskonferenz zur Reduzierung der Jugendgewalt

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Keine Insel der Seligen

Linz: Sicherheitskonferenz zur Reduzierung der Jugendgewalt

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Der rote Linzer Bürgermeister Klaus Luger und der freiheitliche Stadtrat Michael Raml haben am Montag im Rahmen einer Sicherheitskonferenz im Alten Rathaus Lösungen zur Problematik „Gewalt seitens Jugendlicher“ ausgearbeitet. Eingeladen waren die Polizei sowie Vertreter aus der Sozial- und Migrationsarbeit.

„Linz ist nach wie vor eine sichere Stadt. Dies soll auch so bleiben. Es gilt, Gewalttendenzen rasch entgegenzuwirken und gemeinsame Strategien zu erarbeiten. Wir nehmen die Sorgen der Bürgerinnen und Bürger ernst und haben daher jene an einem Tisch vereint, die zu einer Verbesserung der Situation beitragen können“, erklären einleitend Bürgermeister Luger und Stadtrat Raml.

Linz ist keine Insel der Seligen

In den vergangenen Wochen ist es in der oberösterreichischen Landeshauptstadt zu etlichen Vorfällen mit Gewaltanwendung gekommen, an denen Jugendliche, meist Migranten, beteiligt waren. Es ginge nun darum, die Hintergründe zu analysieren und zu prüfen, ob und welche Maßnahmen zur Problemlösung sinnvoll und notwendig sind.

„Bei der heutigen Sicherheitskonferenz hat sich gezeigt: Linz ist nicht Chicago, wir sind aber auch keine Insel der Seligen. Die Jugendkriminalität in Linz ist zwar zahlenmäßig gesunken, aber das subjektive Sicherheitsgefühl hat sich deutlich verschlechtert, vor allem bei Vorfällen mit Messern. Diese Sorgen muss man ernst nehmen! Die Stadt ist zwar nicht für die Sicherheitspolizei zuständig, aber wir können und werden im Präventionsbereich noch intensiver tätig werden. Auch das Integrationsbüro und der Migrationsbeirat sind aufgefordert, bei der Gewaltprävention mitzuhelfen“, sagt FP-Stadtrat Raml.

Drei Schwerpunkte

Drei Schwerpunktsetzungen wurden von Bürgermeister Klaus Luger und Stadtrat Michael Raml präsentiert:

1. Mehr Sozialarbeit an Schulen und im öffentlichen Raum: Insbesondere in den Schulen ist ein Ausbau der Sozialarbeit durch das Land Oberösterreich nötig. Auch die Streetworkangebote müssten in Zusammenarbeit mit Jugendkontaktbeamten der Polizei verbessert werden.

2. Das neue, in Erarbeitung befindliche Integrationsprogramm wird unter anderem einen Schwerpunkt auf Gewalt- und Konfliktprävention legen.

3. Mehr Kontrollen: Immer wieder pochen Vertreter der Stadt darauf, dass es mehr Polizeipräsenz im öffentlichen Raum braucht. „Wer einen Uniformierten sieht, reagiert meist anders, als wenn das Gefühl vorhanden ist, es kommt eh niemand, der mich aufhält oder straft. Die für Linz fehlenden 150 Polizeibeamten müssen endlich so rasch wie möglich nachbesetzt werden, damit ausreichende Kontrollen auf den Straßen möglich sind“, so Luger und Raml.

Langfristige Lösung

„Die beim heutigen Sicherheitsgipfel besprochene weitere Vorgangsweise ist nicht auf kurzfristige Effekte ausgerichtet. Alle Experten sind sich einig, dass es kein Patentrezept gibt. Mit der Überprüfung aller möglichen Schritte und der Festlegung auf damit einhergehende Maßnahmen haben wir die richtige Richtung gewählt“, resümieren Bürgermeister Klaus Luger und der Linzer Sicherheitsreferent Stadtrat Michael Raml.

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