Mauerbau: Was Zuckerberg darf, darf Trump noch lange nicht

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Mauerbau: Was Zuckerberg darf, darf Trump noch lange nicht

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Aus der Serie „USA unzensiert!“ Facebook-Gründer kritisiert Trump wegen der Mauer. Ein klassischer Fall von Doppelmoral, ist Zuckerberg selbst ein leidenschaftlicher Mauer-Bauer. 

„Wir sollten unsere Tore für Flüchtlinge und jene, die unsere Hilfe benötigen, offen halten. (…) Anstatt Mauern sollten wir Brücken bauen.“ Mit einem ausführlichen Posting kritisierte Facebook-Gründer Mark Zuckerberg die Pläne des neuen US-Präsidenten Donald Trump, eine Mauer nach Mexiko zu errichten und die Einwanderung generell einzudämmen.

Zuckerberg hat eigene „Wall“ rund um sein Grundstück in Hawaii

Pikant: Facebook-Gründer Zuckerberg selbst baut sehr gerne Mauern. Auf seinem Privat-Grundstück in Hawaii ließ er prompt eine riesige und kilometerlange Mauer bauen. Die 1,80 Meter hohe Steinmauer verbaut den Inselbewohnern jetzt nicht nur die Sicht auf den Strand – viele Betroffene sprechen glatt von „Enteignung“ und werfen jetzt dem Facebook-Gründer Doppelmoral vor.

Eingeborene wütend auf Zuckerberg

Für den läppischen Betrag von 100 Millionen US-Dollar, so sagt man, hat sich Zuckerberg den 2,8 Quadratkilometer großen Teil auf der Insel Kauai in Hawaii „gesichert“, der jetzt sein „Privatgrundstück“ ist. Gesichert, das klingt schön – deshalb verwenden es die meisten Medien gerne. Die eingeborenen Hawaiianer sehen das anders. Ein großer Teile der „gekauften“ Insel sollte nämlich im Besitz von Nachfahren von Ureinwohnern der Insel sein, deren Eigentümerschaft jedoch nie ausreichend formal dokumentiert wurde.

Zuckerberg hat aber echt amerikanischen Pioniergeist, der schon bei den Geschäften mit den Amerikanern seinen Dienst erwies: Er initiierte ein eigenes Gesetz. „Wer schreibt, der bleibt“ heißt auch ein österreichisches Sprichwort. Und die Ureinwohner von Hawaii haben bedauerlicherweise keine Urkunden. Als Folge also könnten die Besitzer der vererbten Landparzellen gezwungen werden, ihre Grundstücke per Auktion zu verkaufen. Das führt jetzt zu Ärger auf der Insel.

Professor attackiert Facebook-Gründer

Auf dem Kilometer langen Grundstück muss die Natur einmalig sein. Und diese Natur will Zuckerberg mit seiner Mauer eigentlich beschützen, wie er aktuell mitteilt. Ein Teil davon ist ein weitläufiger Sandstrand, sowie eine große Fläche auf der früher Zuckerrohr angebaut wurde.

Ein Professor an der „University of Hawaii“ kritisierte nun das Vorgehen von Mark Zuckerberg scharf. Er beschimpfte ihn öffentlich als „das Gesicht des Neokolonialismus“.

„USA unzensiert!“ So lautet die neue Serie, mit der wir hier auf www.wochenblick.at regelmäßig über Ereignisse in den USA berichten werden. Und zwar aus einem anderen Blickwinkel. Denn die meisten Medien schreiben von den „New York Times“ oder der „Washington Post“ ab, was langweilig ist – wir werden einen alternativen Blick auf die tatsächlichen Fakten werfen.

 

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