Mexiko 2010: „Müssen illegale Migranten abhalten!“

Mexiko 2010: „Müssen illegale Migranten abhalten!“

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Aus der Serie „USA unzensiert!“ Die Mexikaner (und mit ihnen hunderte Journalisten von Washington bis Wien) nennen den Bau einer Mauer entlang der Grenze „unangebracht“. Vor sieben Jahren sahen sie das noch ganz anders, rüsteten den Grenzschutz zu ihrem Nachbarn Guatemala massiv auf!

Trump könnte also die mexikanischen Argumente aus dem Jahr 2010 fast wortwörtlich abgeschrieben haben?!

Mexiko baute Mauer zu Guatemala

Brisant: Entlang der mexikanischen Grenze zu Guatemala gibt es einen intakten Grenzschutz inklusive Mauer mit Stacheldraht. Das Ziel: Schmuggler und illegale Migranten sollen abgehalten werden. Da unzählige Illegale aus Guatemala nach Mexiko strömten, entschied sich die Regierung für Grenzposten und weitere Hilfsmittel, etwa einen Zaun.

Im August 2010 beschloss man eine Mauer zu bauen: Zum Nachbarn Guatemala!

Kopierte Trump die Argumente der Mexikaner?

In der uns vorliegenden Presseaussendung der Agentur „Pulsar“ vom August 2010 teilt die mexikanische Steuerverwaltung mit, dass die Grenze Mexikos zum Nachbarn Guatemala mit einer Mauer gesichert werden müsse. Zitat: „Der Bau verfolge den Zweck, die Einfuhr illegaler Waren zu kontrollieren, so die Behörde.“ Schmuggler sollten abgehalten werden, außerdem (wieder Zitat) „könnte dies auch den ungehinderten Zutritt von illegalen Migranten nach Mexiko verhindern“.

Das ist ja exakt die selbe Argumentation, die heute Donald Trump in den USA verwendet, wenn er sich für einen Grenzzaun zu Mexiko ausspricht?! Haben das alle Journalisten übersehen? Haben das alle Mexikaner vergessen?

Damals wie heute: „Mauern keine Lösung für Probleme“

Auch die Reaktionen der Regierung von Guatemala ist ähnlich wie jener von Mexiko heute. Die Migrations-Koordinatorin in Guatemala, eine gewisse Frau Marila de Prince, erklärte damals (20101), dass sie Maßnahme der mexikanischen Regierung „für unangebracht“ halte. Und der Vizepräsident Guatemalas, Rafael Espada erklärte angesichts der Möglichkeit einer derartigen Grenzsicherung: „Mauern sind keine Lösung für die Probleme“. Derartige Maßnahmen würden seiner Ansicht nach nirgendwo funktionieren.

„USA unzensiert!“ So lautet die neue Serie, mit der wir hier auf www.wochenblick.at regelmäßig über Ereignisse in den USA berichten werden. Und zwar aus einem anderen Blickwinkel. Denn die meisten Medien schreiben von den „New York Times“ oder der „Washington Post“ ab, was langweilig ist – wir werden einen alternativen Blick auf die tatsächlichen Fakten werfen.

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