Multikulti-“Pool” soll Wiener Verkehr lahmlegen

"Gürtelfrische West"

Multikulti-“Pool” soll Wiener Verkehr lahmlegen

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Im August legt Wien einen der meist-frequentierten Verkehrsknoten lahm. Am Neubaugürtel soll anstatt des sieben-spurigen Fahrstreifens ein öffentlicher Pool entstehen. Er soll die Bezirke Neubau (7.) und Rudolfsheim-Fünfhaus (15.) verbinden.

Die Bezirke Neubau und Rudolfsheim-Fünfhaus trennt nicht nur der Gürtel, zwischen ihnen liegen Welten. Während Neubau ein klassischer „Bobo-Bezirk“ ist, also von Akademikern und alternativen Künstlern dominiert ist und den reicheren Teil der Stadt darstellt, ist Rudolfsheim-Fünfhaus der ärmste und überfremdetste Bezirk Wiens. Urbanes Gärtnern, Yoga, Veganismus hier – Kebab, islamische Kulturzentren und Wettcafes dort.

Multi-Kulti im Frachtcontainer, Mega-Staus für Autofahrer

Diese Kluft der Lebenswelten will das rot-grüne Projekt überwinden. Den ganzen August lang soll ein ausrangierter Frachtcontainer auf Kunstrasen zum Hotspot der kulturellen Übereinkunft werden. Tanzprojekte und Workshops sollen die unterschiedlichen Klientels zueinanderführen.
Die Autofahrer müssen währenddessen ausweichen. Das Verkehrschaos ist damit vorbestimmt, immerhin handelt es sich bei der siebenspurigen Fahrbahn an der Kreuzung Felberstraße/Stollgasse um eine Hauptverkehrsader. Es werden Megastaus befürchtet.

Temporäre Projekte gegen Autofahrer

Die Wiener kennen derartige Projekte bereits. So entstehen immer wieder zeitweise „Pop-Up“-Radwege, Topfpflanzen und Wasserspiele mittels Gartenschlauch werden durch die Bezirke gekarrt, um kurzweilig „Kühlzonen“ zu schaffen. Kritiker sehen darin Arbeitsbeschaffungs-Maßnahmen für den Grünen nahestehende Künstler und die Absicht, den Autofahrern die Stadt zu vermiesen. 15.000 Euro soll die Freizeit-Oase in der Abgas-Betonwüste kosten.

Auf diesem siebenspurigen Fahrstreifen soll die “Gürtelfrische West” entstehen:

FPÖ: “Grüner Verkehrsschwachsinn”

Vizebürgermeister Dominik Nepp (FPÖ) kritisiert, dass es sich bei dem Konzept ebenso wie bei den Pop-Up-Radwegen um eine reine Geldvernichtungsaktion handle: „Begegnungszonen, Pop-up Radwege, ein Schwimmbecken am Gürtel sind reine Geldvernichtungsaktionen, die nichts bringen außer weitere grüne ‘Denkmäler’ auf Kosten der Steuerzahler, noch dazu, wo diese Dinge weder von Radfahrern noch von Fußgängern wirklich genutzt werden.“

Er veranstaltete heute gemeinsam mit Verkehrsstadtrat Toni Mahdalik eine Kundgebung gegen „grünen Verkehrsschwachsinn“.

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