Nach „OÖN“- Falschmeldung: FPÖ spricht von einer „Menschenjagd“  

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Rechtliche Schritte vorbehalten

Nach „OÖN“- Falschmeldung: FPÖ spricht von einer „Menschenjagd“  

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In der Causa des angeblichen Nahverhältnisses zwischen der FPÖ und der „Identitären Bewegung“ (IB) verschärft sich nun der Ton zwischen Politik und Medien. Konkret geht es um Berichte über die Linzer Villa Hagen, in der die Burschenschaft Arminia Czernowitz ihren Sitz hat, der einige Linzer FPÖ-Politiker angehören. Darunter Vizebürgermeister Markus Hein und Sicherheitsstadtrat Michael Raml.

Nun sorgt ein Bericht in den „OÖN“, in dem von einer angeblichen Hausdurchsuchung in der Villa Hagen im Zuge der Ermittlungen gegen die Identitäre Bewegung aus dem Jahre 2018 die Rede ist, für Wirbel. Die FPÖ spricht in einer Aussendung von einer „Menschenjagd“.

FPÖ zeigt sich empört

„Die OÖN haben jegliche journalistische Sorgfaltspflicht völlig außer Acht gelassen. Das hat mit Aufklärung nichts mehr zu tun, sondern gleicht vielmehr einer Menschenjagd“, empören sich Vizebürgermeister Markus Hein und Stadtrat Michael Raml über die Hausdurchsuchung in der Villa Hagen.

„Offenbar ist die Suppe so dünn, dass man auf eine Durchsuchung, die es niemals gegeben hat, zurückgreifen musste. Das sind Fake-News“, verwehren sich die beiden Politiker gegen den mutmaßlichen Versuch, gleichzeitig Ermittler, Ankläger und Richter zu sein.

Hein und Raml erwägen zu klagen

Es sei augenfällig, so die Aussendung weiters, dass die die Causa „Villa Hagen“ mit Hilfe von Fake-News durch die OÖN befeuert werde. Der betroffene Verein „Studentenheim Urfahr“ habe mittlerweile umfassende rechtliche Schritte sowie eine Anzeige beim Presserat gegen die Falschberichterstatter eingeleitet

Vizebürgermeister Hein und Stadtrat Raml haben ferner angekündigt, gerichtliche Schritte gegen die „OÖN“ in Erwägung zu ziehen. Beide erklären unisono: „Man muss als Politiker bekanntlich einiges aushalten, sich aber nicht alles gefallen lassen. Bis zur rechtlichen Klärung der Situation werden wir zum laufenden Verfahren keine weitere Stellungnahme mehr abgeben“.

„OÖN“ rudert auf Anfrage zurück

Auf eine Anfrage des „Wochenblicks“ um Stellungnahme, antwortete uns die verantwortliche „OÖN“-Redakteurin und ruderte prompt zurück: „die Staatsanwaltschaft Graz bestätigt uns zwei Hausdurchsuchungen in Linz in Zusammenhang mit den Identitären, allerdings nicht in der Villa Hagen. Das haben wir bereits online richtig gestellt …“

Kurz: „Jede Verbindung gehört aufgelöst“

Der Schaden der Falschmeldung scheint im Bundeskanzleramt aber bereits angerichtet zu sein. Ebenfalls durch die OÖN ließ Kanzler Sebastian Kurz der Linzer FPÖ ausrichten, Rechtsradikale seien um nichts besser als islamistische Extremisten. Beide radikalen Ideologien würden für unser Land eine Gefahr darstellen und hätten in unserer freien und liberalen Gesellschaft keinen Platz.

„Ich dulde keinen schwammigen Umgang mit dieser rechtsextremen Bewegung. Daher erwarte ich, dass die FPÖ klar Position bezieht und wenn es hier Verbindungen gibt, auch durchgreift und diese trennt. Jede Art der Verflechtung zu den Identitären gehört aufgelöst. Wegschauen geht nicht“, stellt Kurz seinem Koalitionspartner ein ungewöhnlich scharfes Ultimatum.

Gefährdet Kurz den Koalitions-Frieden?

Für Kritiker ist der lockere Umgang mit Begriffen wie „rechtsextrem“ besorgniserregend. So definiert auch das vom linken Mainstream immer wieder ins Rennen geschickte “Dokumentationsarchiv des Österreichischen Widerstands” (DÖW) die FPÖ immer wieder als „rechtsextreme Partei“. Es könne so nur noch eine Frage der Zeit sein, bis sich Kurz auf Zuruf also auch von seinem Koalitionspartner distanzieren müsse.   

 

 

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