Österreichs Luftblasen-Regierung: Bildungslücken und wenig Anstand

Superlative statt Fakten

Österreichs Luftblasen-Regierung: Bildungslücken und wenig Anstand

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Wenn man eine Gemeinsamkeit zwischen Ministern der Türkisen und Grünen Regierungsparteien verorten kann, dann die Neigung zu populistischen Phrasen, die keinerlei Überprüfung standhalten. Umso schlimmer, dass viele dieser Aussagen sich weit außerhalb dessen bewegen, was hierzulande bislang als Anstand gegolten hat. Ob Terror oder Pandemie – mit der Wahrheit gehen manche unserer Minister äußerst “kreativ” um. 

Kommentar von Willi Huber

Wer einen Funken Sinn dafür hat, was plausibel ist oder gar mit historischer Bildung aufweisen kann, wird einen gewissen Zorn nicht leugnen können, der einen bei den hohlen Phrasen mancher Regierungsmitglieder tagtäglich befällt. Voller Selbstgefälligkeit stellen sich die Herrschaften vor die Kameras und erklären mit einer unbeirrbaren Selbstverständlichkeit Dinge, die keinerlei Faktencheck standhalten würden. Aber Faktenchecker sind bei Mainstream-Meinungen ja auf allen Augen blind.

“Schlimmster Terroranschlag, den Österreich je erleben musste”

So äußerte ÖVP-Innenminister Nehammer die Meinung, dass der islamistische Terroranschlag von Wien der Schlimmste gewesen wäre, den Österreich je erleben musste. Superlative sind ein wichtiges sprachliches Werkzeug der Kurz-Regierung. Ich möchte den Terror vom 2. November gewiss nicht klein reden. Diese Attacke hat die Nation schockiert. Auch sie basiert auf einer Hasslehre unter religiösem Deckmäntelchen, die offenbar in einschlägigen Hinterhof-Moscheen gepredigt wird, ohne dass ihre Vertreter eine ernsthafte Verfolgung durch den Verfassungsschutz oder andere Behörden befürchten müssen. 

“Fünf Mordopfer”

Wenig Anstand – oder einen Mangel an Verstand – bewies Nehammer auch mit der Aussage, dass beim Anschlag von Wien fünf Menschen ermordet wurden. Tatsächlich starben vier Unschuldige, der fünfte Tote ist der islamistische Attentäter. Bei so viel demonstrativer Unverschämtheit wundert es nicht, dass in auch im Wiener Stephansdom fünf (!) Kerzen im Gedenken entzündet wurden. Ob die Österreicher für solche Aussagen und Umtriebe wirklich so viel Verständnis haben, wie in offiziellen Wahlumfragen gerne vorgegaukelt wird?

Schon mehrere islamistische Terroranschläge in Österreich

Im Gegensatz zu Nehammers Behauptung musste Österreich leider schon mehrere furchtbare Terroranschläge erleben. Todes- und Opferzahlen sollte man aus Gründen der Pietät sicherlich nicht vergleichen. Hat man Anstand, gebietet dieser jedoch aus Respekt vor den Opfern, sich zu erinnern. Denn viele Menschen wissen auch aufgrund ihres Lebensalters nicht, dass Österreich schon seit Jahrzehnten schwer vom islamistischen Terror heimgesucht wird.

Am 29. August 1981 überfielen palästinensische Terroristen die Synagoge in der Wiener Seitenstettengasse. Sie töteten Nathan Fried und die erst 25-jährige Ulrike Kohut und verwundeten zahlreiche Anwesende. Neben Schusswaffen kamen Handgranaten zum Einsatz. Ein legal bewaffneter Zivilist stoppte einen der Attentäter auf der Flucht. Schon 1979 kam es zu einem Sprengstoffattentat auf das israelische Gotteshaus, bei dem glücklicherweise niemand verletzt wurde. Auch der islamistische Terroranschlag vom 2. November fand im Umfeld dieser Synagoge statt.

Am 27. Dezember 1985 eröffneten palästinensische Terroristen am Flughafen Wien-Schwechat das Feuer auf eine Schlange aus Passagieren, welche am Schalter eines El-Al-Fluges warteten. Sie schossen mit Kalaschnikov-Sturmgewehren auf unbewaffnete Fluggäste und auf die anrückenden Polizisten. Außerdem kamen Handgranaten zum Einsatz. Die islamistischen Mörder, Abdel Aziz Merzoughi, Mongi Ben Abdollah Saadaoui und Tawfik Ben Ahmed Chaovali töteten die 26-jährige Lehrerin Elisabeth Kriegler, den Österreicher Ekhart Karner und einen israelischen Staatsbürger namens Elias Jana. 39 Menschen wurden teilweise schwer verletzt. Zeitgleich griff eine andere Terrorzelle den italienischen Flughafen Rom-Fiumicino an, bei dem 16 Menschen ermordet und zahlreiche weitere verletzt wurden. Der “palästinensische Widerstand” wurde damals wie heute von linken Politikern und ihren Parteien gefeiert, linke Parteien schickten Delegationen in das Land der Attentäter, linksradikale Mörder tranierten gemeinsam mit palästinensischen Terroristen in deren Camps. Der Terrorist Tawfik Chaovali fiel nach langjähriger Haft wieder einschlägig auf. Im Jahr 2016 gab er sich als IS-Mitglied aus und bedrohte Wachebeamte. Mit dieser Aktion verbaute er sich die Chance einer Entlassung.

Am 13. Juli 1989 ermordeten iranische Agenten drei kurdische Politiker in Wien, eines der Opfer hatte die österreichische Staatsbürgerschaft. Die volle Korruption der Republik zeigte sich im Anschluss, da man die Täter aus diplomatischen Gründen unbehelligt ausreisen ließ. Die Mörder wurden unter Polizeischutz zum Flughafen eskortiert. Die Politik entschuldigte sich im Anschluss mit der Behauptung, der Iran habe andernfalls die Ermordung österreichischer Staatsbürger angedroht, welche sich zu dem Zeitpunkt im Iran befanden. Später kam auf, dass der Iran Unterlagen über den korrupten Noricum Deal hatte, mit welchem die Politik erpresst werden konnte.

Am 20. Juni 2015 verübte der Islamist Alen R. einen Terroranschlag unter Zuhilfenahme eines Fahrzeugs und eines Messers auf Passanten in Graz. Behörden und Politik täuschte der Öffentlichkeit eine andere Motivlage vor. Erst durch einen Nebensatz eines couragierten Richters wurde der islamistisch-terroristische Tathintergrund sozusagen amtlich, ist vielen Mitbürgern aber aufgrund mangelhafter medialer Resonanz unbekannt. Der Mann zwang seine Frau zu konservativ islamischer Lebensweise, ein Bekannter von ihm wurde wegen IS-Mitgliedschaft zu acht Jahren Haft verurteilt. Man muss sich schon sehr für die Aufarbeitung interessieren und viele “interessante Nebensätze” lesen, um die Tat korrekt einordnen zu können. Tatsächlich weiß unter der Hand jeder, dass es sich um Terror handelte, wie auch dieser Artikel im Grazer zeigt.

“Die schlimmste Pandemie, welche die Welt je erlebt hat”

Politik, die vor Toten keinen Anstand beweist, hat ihn auch nicht in der Kommunikation zu einer vorgeblichen Pandemie. So wurde uns in den vergangenen Monaten immer wieder von Seite verschiedener Minister eingetrichtert, es handle sich um die schlimmste Pandemie, die es je gab. Dies entspricht der Linie der WHO, die zumindest von der schlimmsten Pandemie der letzten 100 Jahre spricht. Tatsächlich – so Kritiker der offiziellen Version – kam es weltweit nirgendwo zu einer nennenswerten Übersterblichkeit. Viele gehen davon aus, dass die meisten Todesopfer ohne den Hype einer Corona-Pandemie wohl als Grippetote verbucht worden wären.

Alleine die Pest forderte in Summe rund 150 Mio Menschenleben

Tatsächlich musste die Welt schon viele Pandemien erleben, die teilweise die Bevölkerung ganzer Landstriche dahinrafften. Der Pest des 14. Jahrhunderts könnten bis zu 125 Millionen Menschen zum Opfer gefallen sein, die Leiden der damaligen Zeit haben sich bis heute ins kollektive Gedächtnis der Menschen eingebrannt. Viele Denkmäler erinnern daran und an spätere Ausbrüche, die ebenso Opferzahlen in Millionenhöhe forderten. Der jüngste Ausbruch der Beulenpest ist aus dem Übergang vom 19. ins 20. Jahrhundert bekannt, es wird von 12 Millionen Toten ausgegangen.

Spanische Grippe tötete 50 Millionen

Doch man muss nicht so weit zurückgehen. In den Jahren 1918 bis 1920 starben bis zu 50 Millionen Menschen weltweit an der Spanischen Grippe. Der Asiatischen Grippe von 1957 bis 1958 werden bis zu zwei Millionen Tote zugeschrieben, an Cholera sollen bis 1990 ebenso mehrere Millionen Menschen verstorben sein. Wikipedia listet auch HIV als Pandemie und definiert die Opferzahl mit 36 Millionen. Nachdem die Krankheit ebenso durch einen Virus verursacht wird, ist der Vergleich mit der behaupteten Corona-Pandemie absolut zulässig. Der Unterschied ist, dass all diese schrecklichen Krankheiten jeden treffen konnten, ungeachtet des Alters.

An (oder mit) Covid-19 sollen bisher etwa 1,2 Millionen Menschen gestorben sein. Der Großteil davon war älter als die Lebenserwartung in ihren jeweiligen Herkunftsländern – und mit vielen Vorerkrankungen belastet.

Keinerlei Anstand in Hinblick auf heutige oder frühere Opfer

Wieviel Anstand und Willen zur Ehrlichkeit man haben muss, um Corona als “schlimmste Pandemie, welche die Welt je erlebt hat” zu bezeichnen, möge der Leser beurteilen. Selbstverständlich lässt sich mit der bekannten Message-Control der ÖVP, welche von den Grünen Helfershelfern bereitwillig unterstützt wird, Angst und Panik unter den Menschen schüren, um restriktive Einschränkungen der Menschenrechte durchzusetzen. Deshalb wird die Brachial-Rhetorik der Superlativen wohl Teil der politischen Auseinandersetzung bleiben, egal ob bei islamistischem Terror oder behaupteten Pandemien.

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