OÖ: Mitterlehner bekommt Posten als Aufsichtsrat

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Bei renommierter Versicherung

OÖ: Mitterlehner bekommt Posten als Aufsichtsrat

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Selten so gelacht! Politische Aspekte würden bei der Besetzung des Aufsichtsrates nur noch eine untergeordnete Rolle spielen, zitieren die “Oberösterreichischen (Kammer)Nachrichten” den OÖ-Versicherungsgeneraldirektor Josef Stockinger, ehedem Agrarlandesrat, der sich zum baldigen Eintritt von Ex-Vizekanzler Reinhold Mitterlehner (ÖVP) in das Kontrollgremium des Versicherungsunternehmens äußerte.

Ein Kommentar von Chefredakteur Kurt Guggenbichler

Ich bin mir fast sicher, dass Mitterlehner nach dem Abgang von Leo Windtner als Aufsichtsratsvorsitzenden dessen Posten übernehmen wird.

Was also, wenn nicht politische Aspekte, mag es dann sein, das Mitterlehner als Kontrolleur empfiehlt?

Fachkompetenz?

Stockinger sagt es uns: Es sei dessen Erfahrung! Wer hätte das gedacht? Aber es leuchtet ein. Denn gewiss wird sich Mitterlehner, so denkt das unbedarfte Volk, für sein Aufsichtsmandat auf ein mehrjähriges Studium des Versicherungsrechts und der der Versicherungsbetriebslehre stützen können und damit über hervorragende Kenntnisse der betriebswirtschaftlichen Zusammenhänge einer großen Versicherung verfügen.

Nein? Solche Kenntnisse sind gar nicht nötig, um ein Unternehmen erfolgreich kontrollieren zu können?

Gesetze lassen sich ändern

In diesem Fall fragt sich das unbedarfte Volk allerdings, warum dann in einem Aufsichtsratsgremium wie das der OÖ Versicherung gleich so viele fachspezifisch unkundige Controller versammelt sind, auch wenn dies durch Gesetze und Vorschriften möglicherweise so vorgesehen sein mag.

Gesetze ließen sich ändern. Und könnte die Aufsicht eines Unternehmens eine Betriebsprüfungsfirma heute nicht kostengünstiger und erfolgreicher bewältigen?

Kassieren statt kontrollieren?

Denn Aufsichtsräte haben noch in den wenigsten Fällen Pleiten oder Gesetzesverstöße in Unternehmen zu verhindern vermocht, wie uns die spektakulären Bankenabstürze und Betrügereien der Autokonzerne zeigen.

Vermutlich haben auch deren Aufsichtsrat-Gremiumsmitglieder mutmaßlich lieber kassiert als kontrolliert.

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