Paris: Gericht lässt jetzt islamisches Halal-Geschäft schließen

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Einheimische wurden eingeschränkt

Paris: Gericht lässt jetzt islamisches Halal-Geschäft schließen

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Ein Halal-Geschäft in einem Pariser Vorort musste jetzt auf richterliche Anweisung zusperren. Der Inhaber weigerte sich, das Sortiment so aufzustocken, damit jeder Franzose dort findet, was er im Alltag braucht.

Ein Beitrag von Kornelia Kirchweger

In diversen Pariser Vororten schießt ein Hala-Geschäft nach dem anderen aus dem Boden, um den Bedarf der wachsenden muslimischen Bevölkerung abzudecken.

Einheimische werden eingeschränkt

Für nicht-muslimische Franzosen wird das allmählich zum Problem: Ihre Nahversorgung mit Artikeln des täglichen Bedarfs wird zunehmend eingeschränkt. So auch im Vorort Colombes im Bezirk Nanterre.

Dort übernahm Souleman Yalzin ein normales Lebensmittelgeschäft, und sollte es – wie vertraglich vereinbart – auch so weiterführen.

Besitzer: Angebot richtet sich nach Muslimen

Sein Laden „Good Price“ führte dann aber zu 96 Prozent Halal-Ware. Viele Bürger reagierten wütend auf das eingeschränkte Angebot. Sie müssen für ihre Einkäufe jetzt weiter wegfahren.

Die Bürgermeisterin, Nicole Goueta, ersuchte Yalzin deshalb um die Erweiterung des Angebots, wie ursprünglich ausgemacht. Er verweigerte das, denn er orientiere sich eben vorwiegend am Bedarf der Kunden aus der Gegend.

Das sei ganz normal im Geschäftsleben.

….nicht einmal Haribo

Die Bürgermeisterin brachte den Fall schließlich vor Gericht. „Good Price“ führe keine in Frankreich bekannte Markenware, kein Schweinefleisch, keinen Alkohol, kaum Milchprodukte. Auch das bei Kindern beliebte Haribo fehle, weil es nicht “halal” sei.

Zudem widerspreche das ausschließliche Halal-Sortiment dem geltenden Prinzip der Trennung von Kirche und Staat, begründete Goueta ihre Klage.

Räumung angeordnet!

Das Gericht in Nanterre entschied für die Klägerin. Der ausschließliche Verkauf von Halal-Produkten sei „restriktiv“ und entspreche nicht der breiten Auffassung von „allgemeinen Lebensmitteln“.

Das Gericht ordnete auch die Räumung des Geschäftes an – notfalls mit Unterstützung der Polizei. Der Geschäftseigentümer muß auch die Gerichtskosten von 4.000 Euro bezahlen.

Steiermark: Muslime schlachten 79 Schafe
Die muslimische Halal-Schächtung ist sehr umstritten: Tierschützer kritisieren, dass dabei oft äußerst brutale Methoden, unter denen Tiere stark leiden müssen, angewendet werden. Dabei lassen Fleischhacker die Tiere mitunter bei lebendigem Leib und ohne Betäubung ausbluten.

Ghetto mit sehr hoher Kriminalität

Die Ghettoisierung der Vororte, in denen angestammte Franzosen immer mehr zur Minderheit werden, führt zu vielen Problemen. Der Sprecher der Bürgermeisterin, Jérôme Besnard, sagte: „Wir wollen einen sozialen Mix hier. Wir wollen keine Gegend mit nur Muslimen und auch nicht ohne Muslime“.

Der Bezirk Nanterre ist einer jener Pariser Vororte, der als „prekäre Zone der Stufe 1“ gilt. Drogenkriminalität und Schießereien auf offener Straße sind dort an der Tagesordnung.

Schon vor Jahren forderten aufgebrachte Bürger mehr Polizei auf den Straßen. Nur zögerlich kam der damalige Innenminister dem nach, der Effekt war gleich Null.

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