Pflege in OÖ: Nachhaltige Lösungen anstatt Symbolpolitik

Chefredakteur kommentiert Pflege-Kollaps

Pflege in OÖ: Nachhaltige Lösungen anstatt Symbolpolitik

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Als junger Mensch macht man sich naturgemäß wenig Gedanken darüber, wie es einmal sein könnte, in einem Pflegeheim zu landen. Für die Recherchen zu unserem Wochenschwerpunkt (hier ein Einblick) haben sich mein Kollege Rene Rabeder und ich erstmals in dieses komplexe Thema eingearbeitet.

Ein Kommentar von Chefredakteur Christian Seibert

Recherche mit Schock-Wirkung

Und ich für meinen Teil muss konstatieren, dass ich schon etwas erschrocken bin über die Erkenntnisse dieser Reportage. Es ist natürlich festzuhalten, dass Vorgänge wie das Sedieren eines Patienten und die Fixierung am Bett bei nicht medizinischer Notwendigkeit natürlich nicht an der Tagesordnung in heimischen Pflegeheimen stehen. Trotzdem haben unsere Informantinnen uns versichert, dass derartige Dinge aufgrund von Personal- und Zeitmangel durchaus vorkommen.

Qualität in der Pflege kostet natürlich Geld

Wenn man in Betracht zieht, dass sich dieses Thema aufgrund der demographischen Entwicklung noch weiter zuspitzen wird, ist die Politik nach der Symptombekämpfung der Vergangenheit nun endlich angehalten, sich dieses schwerwiegenden Problems anzunehmen. Qualität in der Pflege kostet natürlich Geld. Wie wir in den vergangenen Ausgaben aufzeigen konnten, sind für andere Dinge ausreichend finanzielle Mittel verfügbar. Wenn man in Anbetracht dessen von wimmernden und laut schreienden Patienten hört, die aufgrund mangelnder Beschäftigung von einer Todessehnsucht übermannt sind, wird es ganz schön trocken im Hals.

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Allein im stationären Bereich werden in den nächsten Jahren über 700 Pflegekräfte benötigt.

Pflegeberufe künftig als Lehre möglich

Aber die Politik scheint sich dieses gesellschaftlichen Missstandes nun langsam anzunehmen. Dass der Pflegeberuf künftig als Lehre angeboten werden soll, ist ein richtiges Zeichen. Junge Menschen werden jedoch nur ermutigt, in die Pflege zu gehen, wenn auch die Bezahlung und die anschließenden Weiterbildungsmöglichkeiten stimmen.

Hier massenweise „Pflegehelfer“ und „Altenpfleger“ aus dem Hut zu zaubern und so zu hoffen, dass ein Pflegenotstand abgewendet werden kann, war sichtlich der falsche Weg. Die würdevolle Pflege ist ein Gütesiegel für einen Sozialstaat und eine Gesellschaft. Gut zu sein, sollte in erster Linie unseren Alten gelten.

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