Politisch korrekter Kapitalismus: Uncle Ben muss nach 110 Jahren weg

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Politisch korrekter Kapitalismus: Uncle Ben muss nach 110 Jahren weg

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Black Lives Matter macht auch vor Konzernen nicht Halt. Sie wollen ihre Produkte möglichst allen verkaufen. Am besten weltweit. Deswegen reagieren sie besonders empfindlich auf vermeintliche Stimmungslagen. Kritiker sprechen vom “Woke Capital” – dem politisch korrekten Kapitalismus. Jetzt will Uncle Ben’s sein Logo ändern.

Seit über 100 Jahren lacht der schwarze Mann mit der Fliege stolz vom orangen Karton. Sein “parboiled” Reis soll der beste sein.
Doch damit soll künftig Schluss sein, wie der Lebensmittelkonzern Mars am Mittwoch erklärte. So würde man sich einen neuen Namen für die Marke überlegen und künftig auf den lachenden “Uncle Ben” verzichten.

“Onkel” und “Tante” sind rassistisch

Wer hätte gedacht, dass es rassistisch sein kann, wenn ein dunkelhäutiger Mann im Anzug zur Werbefigur für ein Produkt wird? Aus dem Filmwesen sind es die Konsumenten gewöhnt, dass die positive Darstellung schwarzer Menschen zum Abbau von Rassismus führen soll. Beim Großkonzern Mars soll wiederum Uncle Ben selbst abgebaut werden.
Begründet wird das mit dem Namen. “Onkel” und “Tante” wären in den USA Bezeichnungen, die für schwarze Hausangestellte verwendet wurden. Die US-Amerikaner hätten in der Vergangenheit dadurch die gehobenere Anrede “Mr.” und “Mrs.” vermieden. Statt aus dem Onkel Ben einen “Mr.” Ben zu machen, will das Unternehmen jedoch aus anti-rassistischen Gründen den Kopf des Schwarzen entfernen.

Die Tante muss auch weg

Auch “Aunt Jamima” ist von der Rassismusdiskussion betroffen. Die in Europa unbekannte Frühstücksmarke vertreibt vor allem Fertigmischungen für Pfannkuchen und Ahornsirup. Auch in ihrem Fall soll ein “Rebranding” stattfinden.

Experiment: Manner Schnitten

Um aufzuzeigen, wie fügsam Unternehmen auf politische Stimmungslagen reagieren, wagte Aktivist Martin Sellner ein Experiment. Er bedankte sich bei Manner dafür, dass sich das österreichische Unternehmen noch nicht Black Lives Matter angeschlossen habe. Kurz darauf tat das Unternehmen genau das und erklärte sich solidarisch mit Black Lives Matter. Manner sei nämlich “für alle Menschen da”. Damit war Sellners Experiment erfolgreich, der Beweis erbracht: Konzerne betreiben politisch korrekten Kapitalismus.

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