Salvini contra Asyl-Fans: Macron „trinkt zu viel Champagner“!

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Streit in der EU

Salvini contra Asyl-Fans: Macron „trinkt zu viel Champagner“!

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Der italienische Innenminister und Vizepremier Matteo Salvini nannte Frankreichs Präsident Emmanuel Macron einen höflichen jungen Mann der zu viel Champagner trinke.

Von Kornelia Kirchweger

Wütend über Lepra-Vergleich Macrons

„Er soll uns die Nummer seiner Hafenbehörde geben und die nächsten zehn Migrantenschiffe können nach Marseille fahren“, setzte Salvini nach. Macron solle nicht über Italien herfallen, wo er doch selbst Grenzpolizei bei Ventimiglia, an der Grenze zu Italien, aufstelle.

Wie die italienische Nachrichtenagentur ANSA berichtet, reagierte Salvini auf Macrons Kritik an Italiens striktem Migrationskurs und nationalem Alleingang. Die Verachtung für die europäische Idee mache sich „wie die Lepra fast überall in Europa breit….“, sagte Macron unter anderem bei einem Besuch in der französischen Bretagne.

matteo salvini
Über die Mittelmeerroute bringen Schlepperbanden und “Rettungsschiffe” nach wie vor Migranten nach Europa.

EU-Gerangel um Sammel- und Abschiebezentren 

Weil eine wirksame Sicherung der EU-Außengrenze in Brüssel offenbar undenkbar ist, landen ständig neue Vorschläge auf dem Tisch. Frankreich und Spanien wollen geschlossene Erstaufnahmezentren auf EU-Boden. Dort soll rasch festgestellt werden, wer bleiben kann und gehen muss.

Italien lehnt das ab, weil es befürchtet, das Land werde zu einem einzigen Flüchtlingslager. Es will Aufnahmezentren in mehreren EU-Ländern, wo aus dem Mittelmeer gerettete Migranten hinkommen sollen. Das würde die am meisten belasteten Länder Italien und Spanien entlasten: Per Boot kamen laut UNO seit Jahresbeginn in Italien ca. 16.200 Migranten, in Spanien 15.000 und in Griechenland ca. 12.800 Personen an.
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Albanien: Abschiebelager gegen EU-Beitritt?

Österreich und Dänemark sind für Sammelzentren außerhalb der EU, in die abgelehnte Migranten gebracht werden sollen. Macron und die EU-Kommission lehnen das ab, weil man nicht wisse, was mit den Menschen dort geschehen soll. Wie “Balkaninsight” berichtet, gab es dazu konkrete Verhandlungen mit Albanien. Das bestreitet die dortige Mitte-Links-Regierung. Die Mitte-Rechts-Opposition wiederum behauptet, Premier Minister Edi Rama stimme solchen Camps dann zu, wenn rasch EU-Beitrittsverhandlungen mit dem Land aufgenommen werden.

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