Scheinheiliges EU-Drama wegen Marine Le Pen-Twitter

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Scheinheiliges EU-Drama wegen Marine Le Pen-Twitter

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Ein Kommentar von Kornelia Kirchweger

Ermittlungen wegen Aufzeigen von IS-Gewalt

Letzte Woche hob das EU-Parlament die Immunität von Marine Le Pen, Chefin der rechten Partei „Front National“, zum Teil auf, um gegen sie Ermittlungen wegen einer 2015! veröffentlichten Twittermeldung zu ermöglichen. Corpus Delicti ist das Foto eines vom IS (Islamischer Staat) enthaupteten Mannes mit dem Kommentar Le Pen’s: „Das ist der Daesh (IS)“. Zwei andere Bilder, die vom IS in einem Käfig verbrannte Gefangene zeigten, teilte sie. Die französische Justiz leitete daraufhin Ermittlungen gegen sie ein, wegen „Verbreitung von Gewaltbildern“.

Le Pen-Sieg mit allen Mitteln verhindern

2 Jahre! nach Veröffentlichung dieser Twittermeldung inszeniert die französische Justiz im Einklang mit dem EU Parlament und im Getöse der Mainstream-Medien also ein Drama, das scheinheiliger nicht sein könnte. Und rein zufällig findet all das kurz vor der am 23. April anstehenden Präsidentschaftswahl statt. Die könnte Le Pen laut neuesten Umfragen durchaus gewinnen. Sollte sie es schaffen, steht die EU vor der nächsten Zerreißprobe. Mit Le Pen würde es nämlich ein Referendum über einen Verbleib in oder Austritt Frankreichs aus der EU geben. Da könnte dem Brexit durchaus ein Frexit folgen. Die EU würde damit das größte Mitgliedsland verlieren – das wäre ihr Ende. Sollte Frankreich aber in der EU bleiben, würde Le Pen als Präsidentin einen völlig neuen Kurs einschlagen. Und der heißt: Frankreich zuerst. In 144 Punkten hat sie festgelegt, was in den nächsten 5 Jahren zum Wohle ihres Landes geschehen soll. Die EUrokraten müssen sich da warm anziehen.

Foto kursierte bereits überall im Internet

Wie gesagt: die Ermittlungen gegen Le Pen sind mehr als scheinheilig. Denn mit ihrer Twittermeldung hat sie nur eines getan: öffentlich die Greueltaten des IS verurteilt – anhand eines Fotos, das eine reale Szene darstellte. Das von ihr getwitterte Foto kursierte bereits überall im Internet, das Opfer war ein US-Journalist. Le Pen entfernte das Foto einen Tag später, trotzdem startete die französische Justiz Ermittlungen. Sollte sie angeklagt werden, könnte ihr das bis zu drei Jahren Haft und eine Geldstrafe von rund 75.000 Euro einbringen. Dabei findet die Verbreitung von Gewaltbildern tagtäglich statt. Im Internet findet man die abscheulichsten Dinge. Brutale Videospiele und Online-Games sind heute für Kinder immer und überall zugänglich – dort wird Gewalt geradezu verherrlicht. Wo ist da der Aufschrei des EU-Parlaments und der guten Menschen? Es ist ganz offensichtlich, dass es darum nicht geht. Man will einzig und allein verhindern, dass Le Pen französische Präsidentin wird. Und das mit allen Mitteln!

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Immer mehr „Fake News“ sind in den Medien im Umlauf. Doch wie soll man mit diesem Phänomen umgehen? Zu dieser Frage hat der „Wochenblick“ am 9. März in Linz eine Veranstaltung organisiert.

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