Kerns Verwirrspiel: Spitzenkandidatur statt Polit-Aus

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Winkt ein gut dotierter EU-Posten?

Kerns Verwirrspiel: Spitzenkandidatur statt Polit-Aus

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Wie der SPÖ-Vorsitzende Christian Kern am Dienstagnachmittag in einer kurzfristig einberufenen Pressekonferenz bekannt gab, wird er den Parteivorsitz bis “spätestens nach der Europawahl 2019” abgeben, für die er als SP-Spitzenkandidat antreten möchte.

Als Nachfolger für den Parteivorsitz wurden unter anderem Doris Bures oder Pamela Rendi-Wagner genannt. Kärntens Landeshauptmann Peter Kaiser sowie der burgenländische SPÖ-Vorsitzende Hans Peter Doskozil sollen dem Vernehmen nach bereits abgewunken haben. Am Mittwochvormittag hat auch Doris Bures verneint, dass sie Parteichefin werden wolle. Somit verdichten sich die Hinweise, dass die ehemalige Gesundheitsministerin Rendi-Wagner das Rennen um den SPÖ-Vorsitz machen könnte.

Wilde Spekulationen

Bereits seit dem frühen Dienstagnachmittag war über den Abgang Kerns spekuliert worden. Doch da war noch die Rede von einem kompletten Rückzug aus der Politik und einem Wechsel in die Privatwirtschaft. Auch Quellen innerhalb der SPÖ bestätigten dies. Hinter den Kulissen gab es hektische Telefonate und Überzeugungsversuche, Kern möge doch Parteichef bleiben. Am frühen Abend präsentierte Kern seine Zukunftswünsche: Ohne ein Gremium bemüht zu haben, rief er sich zum Spitzenkandidaten der EU-Wahl aus und stürzte die SPÖ damit in eine tiefe Krise.

Kurz blockt ab

Gerüchten zufolge könnte ihm nach dem erfolgreichen Einzug ins EU-Parlament ein gut dotierter Top-Job in Brüssel winken. Zu Kerns Ambitionen wurde auch Bundeskanzler Sebastian Kurz am Rande einer Pressekonferenz mit Wirtschaftsministerin Schramböck (ÖVP) und Infrastrukturminister Hofer (FPÖ) befragt. Auf die Frage des ORF-Journalisten Dittlbacher, ob er Kurz seinen einstigen Widersacher Kern im Falle eines Wahlsieges der SPÖ bei der Europawahl 2019 hinsichtlich der Bestellung zum EU-Kommissar unterstützen werde, blockte der Regierungschef ab. Das Wahlergebnis in Österreich und die Vergabe des österreichischen Kommissarpostens hätten nichts miteinander zu tun, so der Kanzler.

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