Kommentar: Stadion-Volksbefragung ohne Stadion ist Irrsinn

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Kommentar: Stadion-Volksbefragung ohne Stadion ist Irrsinn

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Heute muss ich die große Weltpolitik einmal beiseite lassen und ein Thema kommentieren, das mir wahrlich unter den Nägeln brennt. In der oberösterreichischen Landeshauptstadt Linz bahnt sich nämlich ein neuer Fall von Steuergeldverschwendung der Extra-Klasse an.

Ein Kommentar von Christian Seibert

Es war der „Wochenblick“, der als erste Zeitung des Landes berichtete, dass der LASK in das Stadion auf der Linzer Gugl zurückkehren würde. Dies wurde durch eine überparteiliche Lösung zwischen der Stadt, dem Land und dem Verein möglich.

Da auch der Stadtrivale, der FC Blau-Weiß, ein schmuckes kleines Stadion an der Donau bekommen soll, schienen alle Beteiligten zufriedengestellt. Auch jene, die sich unter den (angeblich) 8.348 Unterstützern der Initiative „Rettet den Pichlinger See“ befanden, die ein LASK-Stadion im Linzer Süden verhindern wollte.

Teure Volksbefragung möglich

Nun gibt es stichhaltige Gerüchte, wonach gar nicht alle der „Unterschreiber“ auch tatsächlich in Linz gemeldet sein sollen. Nun gut, das Thema schien vom Tisch zu sein. Jetzt mehren sich jedoch die Stimmen von Verfassungsrechtlern, die besagen, dass man die Volksbefragung trotzdem abhalten sollte.

Sie haben richtig gelesen! In Linz könnte es demnächst zu einer Volksbefragung kommen, obwohl der Gegenstand der Befragung längst vom Tisch ist. Kostenpunkt für Sie als Steuerzahler: Eine Million Euro! Bedanken kann man sich für das unfassbare Kosten-Debakel vor allem bei NEOS-Selbstinszenierer Lorenz Potocnik.

Dieser arbeitete nicht wie SPÖ, FPÖ und ÖVP an einer konstruktiven Lösung für alle Beteiligten, sondern setzte auf die Populismuskarte und trieb so einen Keil zwischen Stadionbefürworter und -gegner. Es bleibt zu hoffen, dass die Politik doch noch einen Ausweg aus dieser Sackgasse finden wird.

Denn eine Stadion-Volksbefragung ohne Stadion ist nicht nur ein teurer Irrsinn, sondern würde auch am Renommee der oberösterreichischen Landeshauptstadt kratzen. Doch am Ende sollte der Steuerzahler der Profiteur von politischen Entscheidungen sein – und kein Selbstinszenierer…

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