Statt der Luxusuhr wird nun die Sanduhr gestellt

Werbung

Werbung

Chefsache

Statt der Luxusuhr wird nun die Sanduhr gestellt

[responsivevoice_button voice="Deutsch Female" buttontext="Vorlesen"]

Werbung

Die SPÖ scheint auch nach der Übergabe des Staffelstabs von Christian Kern an Pamela Rendi-Wagner nicht zur Ruhe zu kommen.

Ein Kommentar von Christan Seibert

Zwar wird der neuen Parteivorsitzenden von den mächtigen roten Landeshauptleuten offiziell der Rücken gestärkt, aus den hinteren Reihen wird jedoch schon Kritik an der neuen Parteivorsitzenden laut.

Jung vor Alt

Stein des Anstoßes waren ihre rigorosen Personalentscheidungen kurz nach ihrer Kür zur „Obergenossin“. So wurde der etwas „patschert“ wirkende Bundesgeschäftsführer Maximilian Lercher, der als SP-Wutfunktionär im Internet zumindest bei Politinteressierten zu gewissem Ruhm gelangte, durch den ehemaligen Kanzleramts- und Kulturminister Thomas Drozda ersetzt.

Dass der 53-jährige Oberösterreicher einem 32-jährigen Steirer vorgezogen wurde, stieß bei Lercher-Landsfrau Michaela Grubesa auf wenig Gegenliebe. Doch der steirischen Jungsozialistin schien es weniger um das Alter des Ex-Ministers, als vielmehr um seinen Lebensstil und seine Liebe zum Schönen und Teuren zu gehen.

Abgehobener Drozda

Der Boulevard griff die Steilvorlage von Grubesa schnell auf und so prägte Drozdas Hang zu Luxusuhren die öffentliche Debatte der vergangenen Tage. Wahr ist: Wie Rendi-Wagner selbst, die erst seit dem Jahr 2017 (!) Parteimitglied der SPÖ ist, gilt auch Drozda als wenig verankert in der SPÖ-Basis.

Augenscheinlich ist, dass der abgehoben wirkende Drozda wenig mit der Lebensrealität des durchschnittlichen SPÖ-Mitglieds gemein hat. Das Schauspiel rund um den überaus chaotischen Vorsitzwechsel zeigt jedenfalls klar auf, dass es auch die neue Spitze schwer haben wird, die Flügelkämpfe innerhalb der SPÖ zu beenden.

Falls Rendi-Wagner und ihr langjähriger Freund Drozda versuchen, die Partei weiter nach links zu rücken, ist ein Poltern des mächtigen Wiener Landesverbands vorprogrammiert. Sollte dem Wiener Bürgermeister Michael Ludwig und anderen roten Landesfürsten das Experiment mit Rendi und Drozda zu heikel werden, könnten diese statt der Luxusuhr bald die Sanduhr für die beiden stellen…

Statt der Luxusuhr wird nun die Sanduhr gestellt TEILEN
Share on facebook
Facebook
Share on twitter
Twitter
Share on linkedin
LinkedIn
Share on whatsapp
WhatsApp
Share on telegram
Telegram
Share on reddit
Reddit
Ähnliche Artikel
Schlagwörter
NEWSLETTER

Bleiben Sie immer aktuell mit dem kostenlosen Wochenblick-Newsletter!

Neuste Artikel