Studie: 60 Prozent mit Polit-Establishment unzufrieden

Studie: 60 Prozent mit Polit-Establishment unzufrieden

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Diese brandaktuelle Studie lässt aufhorchen: Laut der renommierten Prognoseplattform “Prediki” sind derzeit nur 17 Prozent der österreichischen Bevölkerung mit der Arbeit der Regierung und des Parlaments zufrieden. Besonders drastisch: Die wenigsten Österreicher erwarten sich eine Verbesserung!

Nur ein Prozent der Befragten sind mit der Regierung “sehr zufrieden”. 60 Prozent sind dagegen unzufrieden oder sogar sehr unzufrieden. Auch das immer geringere Interesse an Politik zeichnet sich klar ab: Fast jeder Vierte der Befragten bleibt unentschlossen darüber, was er vom Polit-Theater halten soll.

Historisches Rekordtief bei Zufriedenheit

Studie: 60 Prozent der Österreicher mit Kern-Regierung zufrieden

2015 gab es laut einer IMAS-Studie noch zwei unzufriedene pro einem zufriedenen Österreicher. Damit befindet sich die Beliebtheit der österreichischen Regierungspolitik auf einem historischen Rekord-Tief.

Es bleibt “Alles beim Alten”

Hauptgrund für die Polit-Verdrossenheit ist laut der Studie die Erwartung, dass sowieso “Alles beim Alten” bleiben werde. Auch der fortgesetzte Parteienstreit – statt notwendiger Sacharbeit – macht viele Österreicher ziemlich wütend.

Hinzu kommen befürchtete neue Belastungen für die Bürger. Besonders hinsichtlich des Asyl-Tsunamis seit 2015, der dadurch deutlich gestiegenen Kriminalität sowie der hohen Steuerbelastung sitzt der Unmut tief, wie sich vor allem in sozialen Medien deutlich erkennen lässt.

Ärger über Parteien

Insbesondere Wähler, die 2013 für SPÖ und ÖVP gestimmt haben, sind tendenziell eher unzufrieden mit “ihrer” Partei. Am zufriedensten sind laut der Studie dagegen FPÖ-Wähler, darauf folgen KPÖ-Wähler.

Studie: 60 Prozent mit Polit-Establishment unzufrieden

Befragt wurden für die Studie 1.000 Österreicher im Zeitraum vom 21. bis 30. Juni diesen Jahres.

Nebelgranaten trüben nicht den Blick

Kommentar zur Polit-Studie von Chefredakteur Kurt Guggenbichler

Die Botschaft hör ich wohl, allein mir fehlt der Glaube. Heute präsentiert SPÖ-Vorsitzender Christian Kern in Wien seinen Genossen sein 209 Seiten starkes Wahlprogramm, das im Wesentlichen auf seinem in Jänner in Wels präsentierten Plan A fußt.

Den haben seine Leute und er in dem neuen Konvolut allerdings um einige Themen erweitert, die sich zwar nicht schlecht lesen, letztlich aber Makulatur sein dürften.

Alte Themen aufgewärmt

Woher ich das zu wissen glaube? Aus Erfahrung! Denn warum sollte diesmal realisiert werden, was im Wahlkampf versprochen wird, zumal Kern und seine Partei nach dem Urnengang im Herbst kaum in der Lage sein werden, ihre Vorstellungen im Alleingang durchzusetzen.

Von einer Pensionsreform mit Fingerspitzengefühl ist da die Rede und von einer Vereinfachung der Regeln, als ob das neue Themen wären.

SPÖ und ÖVP haben abgewirtschaftet

Warum, so frage ich, wurden diese zweifellos wichtigen Angelegenheiten nicht schon in den letzten 15 Jahren realisiert? Vielleicht, weil sich die Koalitionspartner gegenseitig behinderten? Es ist den Österreichern kaum glaubhaft zu vermitteln, dass die Themenumsetzung nach der Wahl erfolgreicher laufen könnte.

Man hätte den Bürgern in der Vergangenheit eben nicht so viel versprechen und nur so wenig halten sollen. Diese Tatsache vermögen weder die zahlreichen Schein-Reförmchen zu vernebeln, noch die permanent zur Schau getragene gute Laune des SPÖ-Vorsitzenden.

Diese Behauptung wird auch durch eine jetzt erschienene Umfrage gestützt (siehe oben), der zufolge nur noch 17 Prozent der österreichischen Bevölkerung mit der Arbeit von Regierung und Parlament zufrieden sind.
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