Tonband Schwäbisch Gmünd: „Das war der ORF“

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Tonband Schwäbisch Gmünd: „Das war der ORF“

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Das Telefon-Interview mit dem Pressesprecher von Schwäbisch Gmünd von Freitag (03. Juni) früh bestätigt: Die Information, wonach das TV-Kamerateam vom ORF war, kam vom Pressesprecher persönlich. Jetzt widerruft er die Information.

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Wie funktionieren Medien? Wie seriös sind Quellen? Warum veröffentlichte Freitag früh der „Wochenblick“ den Artikel „ORF stellt Hochwasser-Aufräumarbeiten mit Asylwerbern nach?“ (Der Artikel musste durch “Einstweilige Verfügung” des Landesgerichts Ried vorübergehend entfernt werden – der Rechtsweg läuft. Anm. d. Redaktion vom 05. Juli) Weil unsere Redakteure nach bester journalistischer Sorgfaltspflicht mit allen verfügbaren Beteiligten gesprochen haben, und die Informationen eindeutig darauf hinwiesen, dass der ORF ein Kamerateam entsendet hätte. Dieses (gemäß unserer Informatione zum ORF gehörende) TV-Kamerateam missbrauchte offensichtlich Asylwerber, um Hochwasser-Aufräum-Szenen fürs Fernsehen nachzustellen. Während den ganzen Freitag Vormittag gegenüber mehreren Medien und völlig selbstverständlich erklärt wurde, dass es sich um ein österreichisches TV-Team des ORF gehandelt habe, wird nun „dezidiert klargestellt, dass die betroffenen Journalisten mit Sicherheit nicht aus Österreich gekommen seien“. War also der ORF unschuldig? Hat der Wochenblick gelogen? Lesen Sie selbst die Abfolge:

Chronologie:

02. Juni:
Die „Rems-Zeitung“ aus Schwäbisch Gmünd berichtet online „Peinliche Hochwasser- Inszenierung mit Flüchtlingen in der Weststadt“ und erwähnt ein ausländisches TV-Team

03. Juni
ca. 08 Uhr früh
Der Pressesprecher der Stadt, Markus Herrmann, sagte auf Nachfrage der „Jungen Freiheit“, dass das Team vom ORF war.

10:10 Uhr
Der Pressesprecher der Stadt, Markus Herrmann, bestätigt gegenüber dem „Wochenblick“-Redakteur Johannes Schüller erneut, dass es ein Team des ORF war.

10:15 Uhr
Die Pressestelle des ORF konnte gegenüber dem „Wochenblick“ keine Auskunft erteilen, der Artikel des „Wochenblick“ ging online und berichtete über die bis dahin bekannten Aussagen.

13:04 Uhr
Der ORF informiert per Mail, „wie sich eben herausstellt, handelt es sich bei dem Fernsehteam nicht um den ORF, sondern um einen anderen Sender.“ Der „Wochenblick“ ergänzt den Artikel nach Rücksprache mit dem ORF und der Stadt Schwäbisch Gmünd.

13:24 Uhr
Krone.at veröffentlicht einen Artikel, worin es heißt:
„Zwischenzeitlich hatten diverse Medien gemeldet, dass ein ORF- Team für die gestellten Szenen verantwortlich gewesen sei. Pressesprecher Herrmann stellte gegenüber krone.at allerdings dezidiert klar, dass die betroffenen Journalisten mit Sicherheit nicht aus Österreich gekommen seien.“
Pressesprecher Markus Herrmann war für den „Wochenblick“ nicht mehr telefonisch erreichbar.

15:30 Uhr
Markus Herrmann ruft beim „Wochenblick“ an. Er entschuldigt sich, es hätte sich nicht um ein österreichisches Kamerateam gehandelt und nicht um den ORF: Es wäre ein Durcheinander gewesen. Ob er zwischenzeitlich auch vom ORF angerufen worden wäre, bestätigte er knapp und klar.

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